In Vorbereitung auf den grossen Sturm sind hier alle ein bisschen durchgeknallt. Will und ich haben uns gedacht: Die hamse doch nicht mehr alle... Aber man moechte ja nicht am Ende der Einzige sein, der im Dunkeln sitzt, also bin ich am Freitag losgegangen, um Trinkwasser, Batterien und Kerzen und haltbares Essen zu kaufen. Im Supermarkt war alles angespannt und ausverkauft. Ich bin aufs Regal geklettert, um ganz hinten die letzten Flaschen Wasser zu angeln, Batterien waren schon lange keine mehr da und Kerzen... da gab es nur noch die edelen teuren.
Will hat im Keller alles auf Tische gelegt, das vom Wasser zerstoert werden koennte, denn unser Keller hat ein Garagentor, das nicht richtig schliesst.
Und dann ging's los.
Also, nicht wirklich. Dann kam halt ein bisschen Wind und Regen. Und dann war's auch schon vorbei. Ist es nicht wunderbar, nicht am Meer zu wohnen? Jetzt haben wir einen aufgeraeumten Keller und einen Trinkwasservorrat und koennen uns fuehlen, als haetten wir's ja eh gewusst. Alles Panikmache.
Schwiegereltern in North Carolina dagegen sind Hurrikan-gewoehnt, die haben das dauernd (also, viermal in 15 Jahren oder so...). Denen ist das Gartenhaus weggeblasen worden, ansonsten aber auch alles unversehrt.
Sonntag, August 28, 2011
Mittwoch, August 24, 2011
Erdbeben verpasst - oder: Ich bin keine Prinzessin auf der Erbse
Gestern hab ich Sarah im Kinderwagen den steilen Berg am Capitol hochgeschoben. Ploetzlich sahen wir all die Buerofritzen aus den Gebaeuden laufen und fragten uns, was das wohl sein koennte: Bombendrohung?
Als ich nachfragte, wurde ich nur mit verwundertem Kopfschuetteln bedacht. Schliesslich hatten die alle grade ihre Tische und Waende wackeln sehn, wie kann ich auf der gleichen Erde rumlaufen und nicht gespuert haben, dass die Erde gebebt hat?
Hab ich aber nicht. Vielleicht, weil meine Knie von der Anstrengung ohnehin zitterten. Also, an alle, die sich Sorgen machen: Hier liegt noch jeder Stein auf dem anderen und nix ist passiert.
Als ich nachfragte, wurde ich nur mit verwundertem Kopfschuetteln bedacht. Schliesslich hatten die alle grade ihre Tische und Waende wackeln sehn, wie kann ich auf der gleichen Erde rumlaufen und nicht gespuert haben, dass die Erde gebebt hat?
Hab ich aber nicht. Vielleicht, weil meine Knie von der Anstrengung ohnehin zitterten. Also, an alle, die sich Sorgen machen: Hier liegt noch jeder Stein auf dem anderen und nix ist passiert.
Montag, August 22, 2011
Virginia Beach
In dieser Reihenfolge angeordnet: Wellen, Strand, Promenade, Hochhaushotels, Fressgass, Hinterland. Darin verteilt: Sonnenhungrige Horden. Inklusive meiner Schwiegerfamilie, Mann, Kind und ich. Da war dann fuer jeden etwas. Fressen tun wir alle gerne. Schwiegermama freut sich, dass die Promenade, der Strand, das Hotel und sogar der Spielplatz rollstuhlgerecht sind (schonmal ne Rollstuhlwippe gesehn?), ich schmeiss mich in die Wellen und lache wie ein Kind, Maenne geniesst vor allem das Ausschlafen und die Grosseltern (Schwiegermutter und -vater) sind ja ueberall gluecklich, wo Sarah ist. Die sich ueberigends vor allem fuer Sand interessiert und nur mit groessten Ueberredungskuensten dazu zu bringen ist, ihren Fussdaumen (so heisst das bei ihr) ins Wasser zu stecken. Ein Wochenende ist genau die richtige Zeitspanne fuer so einen Familienurlaub, dann ist man ordentlich traurig, dass man wieder fahren muss, statt sich schon gegenseitig auf den Geist zu gehn. Das haben wir also letztes Wochenende gemacht und ich frage mich immer noch: Sind Leute, die am Meer leben, gluecklicher als andere? Oder nutzt sich das ab?
Freitag, August 19, 2011
Erinnerungen
Sarah's Lieblingsgeschichten sind im Moment: "Mama, sag Sarah Baby." Also: "Mama, erzaehl mir nochmal, wie das war, als Sarah ein Baby war." oder: "Sag Sarah Welt." also: "Erzaehl mir wie Sarah auf die Welt gekommen ist." Das ist besonders beliebt, weil sie sich da unter die Decke auf meinen Bauch legen darf (als waere sie noch in meinem Bauch) und dann irgendwann sagen: "Langweilt" und aufsteht, also geboren wird. Ich erspare ihr dann doch lieber die Einzelheiten...
Montag, August 15, 2011
Endlich Herbst?
Es gibt da dieses wunderschoene Lied: "Autumn in New York", in dem der Herbst in New York als die schoenste und goldenste Jahreszeit besungen wird. Als ich noch in Deutschland wohnte, hab ich immer gedacht: Die spinnen doch. Wir kennen den deutschen Herbst. Und den deutschen Sommer, so er denn vorkommt... Hier hat dieses Wochenende der Sommer endlich eine Atempause eingelegt, es hat geregnet, juhuu und heute sitze ich doch tatsaechlich bei offenem Fenster und ohne Klimaanlage am Computer. Und erinner mich daran, wie wunderbar das Wetter in Washington ist. Es sei denn, es ist Sommer (35-40 Grad und schwuel, nachts keine Abkuehlung). Ich kenne einige, die jetzt sagen wuerden: Immer noch besser als 30 Tage Regenwetter. Die koennen mich gerne mal am Abend besuchen. Also am Abend im Juli, wenn es immer noch zum umkippen heiss ist und die Suppe nur so runterlaeuft...
Dienstag, August 02, 2011
Achtung, Mannfrau!
Sarah hat eine ganz besonders ausgepraegte Abneigung gegen aeltere Maenner mit Bart. Im Restaurant, wenn einer an einem Tisch in der anderen Ecke sitzt, faengt sie an zu schreien und wenn er dann auch noch laechelt oder winkt, wird es ganz schlimm. Ab und zu kann sie Frauen auch nicht leiden und ich hab mich immer gefragt, wie sie die aussucht.
Vorgestern auf dem Spielplatz war so eine und da hat Sarah mir das endlich erklaert. Nun, "erklaert" hoert sich an, als haette sie sich vernuenftig mit mir hingesetzt, nen Tee aufgesetzt, damit wir mal drueber reden koennen. Aber wenn eine 2jaehrige einem was erklaert, sieht das anders aus: "Mama! Mama! Da! Mannfrau!" und dann ganz schnell zwischen meinen Beinen verstecken. Und ich muss zugeben, die Dame hatte nicht nur eine tiefe Stimme, sondern auch einen gewissen Bartflaum auf den Wangen. Ein Glueck, dass hier keiner Deutsch spricht.
Vorgestern auf dem Spielplatz war so eine und da hat Sarah mir das endlich erklaert. Nun, "erklaert" hoert sich an, als haette sie sich vernuenftig mit mir hingesetzt, nen Tee aufgesetzt, damit wir mal drueber reden koennen. Aber wenn eine 2jaehrige einem was erklaert, sieht das anders aus: "Mama! Mama! Da! Mannfrau!" und dann ganz schnell zwischen meinen Beinen verstecken. Und ich muss zugeben, die Dame hatte nicht nur eine tiefe Stimme, sondern auch einen gewissen Bartflaum auf den Wangen. Ein Glueck, dass hier keiner Deutsch spricht.
Freitag, Juli 22, 2011
Die Welt war dann doch nicht untergegangen...
Echt? Ist das der letzte Blog-Post fuer Wochen? Eva schreibt vom Weltuntergang und dann verschwindet sie? Schrecklich. Vor allem weil ja die Welt noch da ist und Eva in ihr. In der Zwischenzeit sind wir (Sarah und ich, die Mutter im Gepaeck) durch Europa gesprintet, waren in Deutschland, Italien und den Niederlanden, haben alle Schwestern besucht und mit dem kleinen Neffen gespielt und sind nun wieder in den USA. Unsere Nanny hat Urlaub, also haben Sarah und ich eineinhalb Wochen ganz viel Zeit miteinander. Was soll ich sagen: Es ist wunderbar und ich liebe Mittagsschlaefchen.
Samstag, Mai 21, 2011
Wenn dann alles vorbei ist...
Ein Radioprediger hier hat ausgerechnet, dass die Welt morgen untergehen wird. Dann werden die wahren Glaeubigen zum Himmel fahren und fuer die anderen kommen Monate des Armageddon, apokalyptische Reiter usw. Eine Atheistische Gruppe hat diese Vision in eine Geschaeftsidee umgewandelt: Da sie offensichtlich noch ein paar Monate auf der Erde verweilen werden, nachdem die Rechtglaeubigen sich schon gen Himmel aufgemacht haben, bieten sie an, sich um die zurueckbleibenden Haustiere zu kuemmern. Fuer eine ueberschaubare Summe (zu zahlen vor dem 21. Mai)kann der Apokalyptiker sicher sein, dass sein Fiffi oder seine Mauzi auch waehrend des Weltendes gut gefuettert und gassi gefuehrt wird.
Und das krasseste ist, dass ich mir das nicht ausgedacht hab.
Und das krasseste ist, dass ich mir das nicht ausgedacht hab.
Freitag, Mai 20, 2011
Auf Worte Taten folgen lassen
So hat sich Sarah das wohl gedacht: "Auf Mamas und Papas Worte lasse ich mal Taten folgen." Wir reden schon seit Wochen davon, das Gitter von Sarahs Bettchen zu entfernen, weil sie bald gross genug ist, rauszuklettern und weil ihr Kopf schwerer ist, als ihre Fuesse, dann vermutlich kopfueber auf dem Teppich landet.
Vor ein paar Tagen war sie wirklich nicht damit einverstanden, ihren Mittagsschlaf zu halten. Erst hoerte ich lautes Geschrei. Dann "BUMP" und sofort danach "taptaptap" kleine Fuesse, die zur Tuer laufen. Also, entweder ist sie nicht auf den Kopf gefallen, oder sie war so wuetend, dass ihr das auch nichts ausmachte.
Aber das ist ja nicht der einzige Bereich, in dem Sarahs Eltern leere Versprechungen machen und ihnen mal auf die Spruenge geholfen werden muss. Schon am Anfang des Jahres haben wir ein schoenes froschfoermiges Toepfchen gekauft und reden schon so lange davon, dass Sarah bald lernen wird, wie ein grosses Maedchen Pipi und A-A zu machen. Nun, da nichts dergleichen geschah, hat Sarah die Sache selbst in die Hand genommen. Also, die Sache, die sie, statt einen Mittagsschlaf zu halten, aus ihrer Windel ausgegraben hat. In beide Haende, ins Gesicht, in die Haare, aufs Bett und die Stueckchen, die sich zum Werfen eignen hat sie dann noch so weit es ging im Zimmer rumgeworfen.Als ich sie aufwecken wollte, stand sie stinkvergnuegt in ihrem Bettchen, einen Finger im Mund (lecker!) und wusste gar nicht, warum wir uns so aufregen...
Vor ein paar Tagen war sie wirklich nicht damit einverstanden, ihren Mittagsschlaf zu halten. Erst hoerte ich lautes Geschrei. Dann "BUMP" und sofort danach "taptaptap" kleine Fuesse, die zur Tuer laufen. Also, entweder ist sie nicht auf den Kopf gefallen, oder sie war so wuetend, dass ihr das auch nichts ausmachte.
Aber das ist ja nicht der einzige Bereich, in dem Sarahs Eltern leere Versprechungen machen und ihnen mal auf die Spruenge geholfen werden muss. Schon am Anfang des Jahres haben wir ein schoenes froschfoermiges Toepfchen gekauft und reden schon so lange davon, dass Sarah bald lernen wird, wie ein grosses Maedchen Pipi und A-A zu machen. Nun, da nichts dergleichen geschah, hat Sarah die Sache selbst in die Hand genommen. Also, die Sache, die sie, statt einen Mittagsschlaf zu halten, aus ihrer Windel ausgegraben hat. In beide Haende, ins Gesicht, in die Haare, aufs Bett und die Stueckchen, die sich zum Werfen eignen hat sie dann noch so weit es ging im Zimmer rumgeworfen.Als ich sie aufwecken wollte, stand sie stinkvergnuegt in ihrem Bettchen, einen Finger im Mund (lecker!) und wusste gar nicht, warum wir uns so aufregen...
Freitag, April 22, 2011
Entspannung pur
Es regent in Stroemen. Ich sitze im Auto vor meiner Haustuer. Sarah ist nach einem wilden Spieltag ohne Nickerchen endlich eingeschlafen. Ich koennte sie ins Haus tragen und dabei sicher aufwecken. Oder nicht. Entscheide mich erstmal fuer " Oder nicht". Entspannung pur.
Freitag, April 15, 2011
Persoenlichkeitchen
Vor ein paar Tagen hab ich mit meinem Mann darueber geredet, wie Sarah inzwischen eine richtige kleine Person geworden ist. Dann fragte ich sie: "Sarah, bist Du jetzt eine kleine Person?" "Nein" "Bist Du jetzt eine grosse Person?" "Nein!" "Was bist Du dann?" "Sarah Person."
Donnerstag, April 07, 2011
Noch ein Vorteil der zuckerarmen Ernaehrung
Sarah muss jetzt abends immer Heuschnupfenmedizin nehmen. Nein. Anders: Sarah darf jetzt abends endlich mal Heuschnupfenmedizin nehmen. Sie denkt das ist der tollste suesseste Nachtisch. Ich frage sie: "Bist Du denn auch schon zwei Jahre alt? Das hier darf man erst kriegen, wenn man schon zwei ist." Sie schaut mich ganz ernst und erwartungsvoll an: "Ja. Sarah twei." Und dann schluerft sie voller Begeisterung einen halben Loeffel fies suesser Medizin und heult, dass ich ihr nicht mehr gebe. Ich vertroeste sie auf morgen.
Montag, April 04, 2011
Mehr Hymne, please!
Sarahs neustes Lieblingsspiel: Amerikanische Freunde haben uns eine kleine deutsche Fahne geschenkt. Nun steht Sarah gerne auf der Treppe und schwenkt die Fahne, waehrend ich ihr die deutsche Nationalhymne vorsinge. Wenn ich fertig bin, huepft sie auf und ab und ruft: "Mehr Hymne! Mehr Hymne! PLEASE!"
Donnerstag, März 17, 2011
Ja wo simma denn hier, ja wo sind wir denn hier?
Gestern hab ich mit Bekannten zu Mittag gegessen, irgendwie driftete die Unterhaltung in Richtung Schulen, und ich fuehlte mich ploetzlich ganz Auslaender. Es ging um die ganzen Schwierigkeiten, den Aufwand und die Zeit, die darein fliessen, den besten Kindergartenplatz zu kriegen, damit die Kinder danach in die beste Grundschule kommen. Als eine Frau von der Freundin erzaehlte, die ihr Haus in einem bestimmten Stadtviertel gekauft hat, in der Hoffnung, dass ihre dreijaehrige Tochter dann in dem Kindergarten in diesem Viertel bessere Chancen hat, drehte sich nun die ganze Debatte darum, ob das nun tatsaechlich ihre Chancen erhoeht, oder ob dieser Kindergarten sich ganz auf das Lotterieverfahren verlaesst.
Waehrend ich da sass und dachte, wir sollten lieber darueber reden, ob wir nicht ein bisschen durchgeknallt sind...
Ich bin noch unentschlossen, ob ich nun denken soll, dass diese ueberehrgeizigen Eltern nen Schaden haben, wenn sie denken der richtige Kindergarten entscheidet, ob ihr Kind im Leben erfolgreich ist. Oder ob ich eher fuerchten muss, dass das System kaputt ist und die Kindergaerten und Grundschulen, die nicht in die engere Wahl meiner Freunde kommen, so grauenhaft schlecht sind, dass ich in einem Jahr ploetzlich auch bereit bin, nach Posemuckel zu ziehn, wenn der Kindergarten da gut ist.
In so Momenten muss ich mich dann immer zurueckhalten, nicht ganz grundsaetzlich zu werden und europaeische Glaubenssaetze zu predigen, wie z.B. Steuern sind gut (obwohl sie keiner zahlen will), weil sie dem Staat ermoeglichen, so Institutionen wie Kindergaerten und Grundschulen fuer alle gleichermassen zu finanzieren. Oder: Wenn jeder eine Waffe haben darf, ist es kein Wunder, wenn die Jungs sie mit zur Schule nehmen.
Waehrend ich da sass und dachte, wir sollten lieber darueber reden, ob wir nicht ein bisschen durchgeknallt sind...
Ich bin noch unentschlossen, ob ich nun denken soll, dass diese ueberehrgeizigen Eltern nen Schaden haben, wenn sie denken der richtige Kindergarten entscheidet, ob ihr Kind im Leben erfolgreich ist. Oder ob ich eher fuerchten muss, dass das System kaputt ist und die Kindergaerten und Grundschulen, die nicht in die engere Wahl meiner Freunde kommen, so grauenhaft schlecht sind, dass ich in einem Jahr ploetzlich auch bereit bin, nach Posemuckel zu ziehn, wenn der Kindergarten da gut ist.
In so Momenten muss ich mich dann immer zurueckhalten, nicht ganz grundsaetzlich zu werden und europaeische Glaubenssaetze zu predigen, wie z.B. Steuern sind gut (obwohl sie keiner zahlen will), weil sie dem Staat ermoeglichen, so Institutionen wie Kindergaerten und Grundschulen fuer alle gleichermassen zu finanzieren. Oder: Wenn jeder eine Waffe haben darf, ist es kein Wunder, wenn die Jungs sie mit zur Schule nehmen.
Montag, März 14, 2011
Der gerettete Igel rettet uns
Ist das nicht komisch, wenn mir jemand eine Geschichte zweimal erzaehlt, rolle ich (innerlich) die Augen und denke: "Das schon wieder!" Als Kind dagegen hatte ich Geschichten, die wollte ich immer wieder hoeren, und die mussten immer wieder genau gleich erzaehlt werden. Ich kriegte einfach nie genug von der Geschichte, wie mein Papa sich mit seinem Taschenmesser aus dem Sack von Knecht Ruprecht befreite (ehrlich gesagt, ich wuerde sie auch jetzt gerne nochmal hoeren, aber das ist eine andere Geschichte...) oder wie meine Mama einen Klassenkameraden am Stuhl festgeklebt hat.
Sarah faengt langsam an, eine Vorliebe fuer bestimmte Geschichten zu entwickeln und ihre momentane Lieblingsgeschichte ist "Wie Mama den Igel rettete". Das ist eine sehr kurze Geschichte, in der nicht viel mehr vorkommt, als dass ich dicke Handschuhe anziehe und einen Igel aus dem Garten einer Freundin meiner Mutter in den Park trage. Aber wenn es Sarah nicht gut geht, zum Beispiel letzte Nacht, als sie ohne offensichtlichen Grund schreiend aufwachte und nicht mehr einschlafen konnte, da nehm ich sie auf den Schoss, zeige auf den Igel auf ihrer Bettdecke, frage sie: "Soll ich Dir nochmal erzaehlen, wie ich den Igel aus Lollos Garten gerettet hab." Und sie sagt mit einer kleinen vertrauensvollen Stimme "Ja." und dann ist fuer ein paar Minuten alles gut, und das Einzige was zaehlt, ist wie man einen Igel hochhebt, ohne gestochen zu werden und wie schnell sein kleines Herzchen schlaegt.
Sarah faengt langsam an, eine Vorliebe fuer bestimmte Geschichten zu entwickeln und ihre momentane Lieblingsgeschichte ist "Wie Mama den Igel rettete". Das ist eine sehr kurze Geschichte, in der nicht viel mehr vorkommt, als dass ich dicke Handschuhe anziehe und einen Igel aus dem Garten einer Freundin meiner Mutter in den Park trage. Aber wenn es Sarah nicht gut geht, zum Beispiel letzte Nacht, als sie ohne offensichtlichen Grund schreiend aufwachte und nicht mehr einschlafen konnte, da nehm ich sie auf den Schoss, zeige auf den Igel auf ihrer Bettdecke, frage sie: "Soll ich Dir nochmal erzaehlen, wie ich den Igel aus Lollos Garten gerettet hab." Und sie sagt mit einer kleinen vertrauensvollen Stimme "Ja." und dann ist fuer ein paar Minuten alles gut, und das Einzige was zaehlt, ist wie man einen Igel hochhebt, ohne gestochen zu werden und wie schnell sein kleines Herzchen schlaegt.
Mittwoch, Februar 23, 2011
Nehmt Euch in Acht Pickelboys, jetzt kommen die Rentner!
In Tante Ruths Altenwohnheim gibt's jetzt ein Wii (so ein bewegungsintensives Computerspiel, bei dem man wie wild in die Luft boxt etc. damit der Computercharakter den anderen k.o. haut). Die Rentner haben jetzt regelmaessige Kegelwettbewerbe und koennen so manchen Gruenschnabel das Fuerchten lehren. Letztes Wochenende konnte ich Tante Ruth dabei beobachten, wie sie ihren 40jaehrigen Neffen (meinen Mann) und ihre 9jaehrige Nichte immer wieder in Grund und Boden kegelte. Und das von einer Frau, die am Stock geht und eine ganze Minute braucht, um sich unter angestrengtem Keuchen in's Auto zu hieven. Ich bin mir aber nicht sicher, was bei ihr den groessten Fitness Effekt hat: Die Fernbedienung wie eine Kegelkugel in der Luft rumschwingen oder die Siegestaenze, die sie danach auffuehrt, waehrend sie singt: "I've got that mojo coming!"
Samstag, Februar 12, 2011
Ich liebe Skype
Sitze in Florida in meinem Hotelzimmerbett und singe "Wer hat die Kokosnuss geklaut", waehrend Sarah auf den Fuessen ihres Vaters steht und beide zusammen durch die Kueche tanzen.
Dienstag, Februar 08, 2011
Alleinreisen
Wann hab ich das letzte Mal am Flughafen zwei (!) Romane gekauft, nur weil ich weiss, dass ich beide Haende frei haben werde?
Sind 17 Grad zu kalt zum Baden?
Dann muss ich vielleicht bis uebermorgen warten, wenn es 23 Grad warm ist? Ach nee, ich fliege ja morgen fuer eine Konferenz nach Florida und nicht zum Spass. Ich kann halt nix dafuer, dass das Ganze in einem Hotel am Strand stattfindet. Und den Organisatoren ist das sicher auch nur aus Versehen passiert, naechstes Jahr machen sie das bestimmt in Wanne-Eickel im November...
Montag, Februar 07, 2011
Naechstes Jahr will ich mehr Steuern zahlen!
Ich komme grade von meinem Steuerberater, letztes Jahr ist das erste, in dem ich als Selbstaendige so richtig Steuern zahlen muss. Das ist kein Spass. Mein Steuerberater ist gross und stark und sieht ein bisschen einschuechternd aus. Deshalb hab ich ihn gefragt, ob er vielleicht mitkommen will, eine Bank ueberfallen. Leider hat er abgelehnt und allein seh ich einfach nicht furchteinfloessend genug aus. Nach dem Termin bin ich erstmal essen gegangen. Denn, wie eine Freundin meiner Mutter so schoen sagte: "Essen gehn ist toll, da fuehlt man sich immer so reich..." (zumindest bevor man zahlt)
Aber trotz allem, und obwohl ich noch nicht recht weiss, wo ich das Geld fuer die Steuern zusammenkratzen kann, mein Ziel fuer dieses Jahr ist: Mehr Steuern zahlen. Denn schliesslich bedeutet das: Mehr Geld verdienen.
Aber trotz allem, und obwohl ich noch nicht recht weiss, wo ich das Geld fuer die Steuern zusammenkratzen kann, mein Ziel fuer dieses Jahr ist: Mehr Steuern zahlen. Denn schliesslich bedeutet das: Mehr Geld verdienen.
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