Freitag, Juli 22, 2011
Die Welt war dann doch nicht untergegangen...
Echt? Ist das der letzte Blog-Post fuer Wochen? Eva schreibt vom Weltuntergang und dann verschwindet sie? Schrecklich. Vor allem weil ja die Welt noch da ist und Eva in ihr. In der Zwischenzeit sind wir (Sarah und ich, die Mutter im Gepaeck) durch Europa gesprintet, waren in Deutschland, Italien und den Niederlanden, haben alle Schwestern besucht und mit dem kleinen Neffen gespielt und sind nun wieder in den USA. Unsere Nanny hat Urlaub, also haben Sarah und ich eineinhalb Wochen ganz viel Zeit miteinander. Was soll ich sagen: Es ist wunderbar und ich liebe Mittagsschlaefchen.
Samstag, Mai 21, 2011
Wenn dann alles vorbei ist...
Ein Radioprediger hier hat ausgerechnet, dass die Welt morgen untergehen wird. Dann werden die wahren Glaeubigen zum Himmel fahren und fuer die anderen kommen Monate des Armageddon, apokalyptische Reiter usw. Eine Atheistische Gruppe hat diese Vision in eine Geschaeftsidee umgewandelt: Da sie offensichtlich noch ein paar Monate auf der Erde verweilen werden, nachdem die Rechtglaeubigen sich schon gen Himmel aufgemacht haben, bieten sie an, sich um die zurueckbleibenden Haustiere zu kuemmern. Fuer eine ueberschaubare Summe (zu zahlen vor dem 21. Mai)kann der Apokalyptiker sicher sein, dass sein Fiffi oder seine Mauzi auch waehrend des Weltendes gut gefuettert und gassi gefuehrt wird.
Und das krasseste ist, dass ich mir das nicht ausgedacht hab.
Und das krasseste ist, dass ich mir das nicht ausgedacht hab.
Freitag, Mai 20, 2011
Auf Worte Taten folgen lassen
So hat sich Sarah das wohl gedacht: "Auf Mamas und Papas Worte lasse ich mal Taten folgen." Wir reden schon seit Wochen davon, das Gitter von Sarahs Bettchen zu entfernen, weil sie bald gross genug ist, rauszuklettern und weil ihr Kopf schwerer ist, als ihre Fuesse, dann vermutlich kopfueber auf dem Teppich landet.
Vor ein paar Tagen war sie wirklich nicht damit einverstanden, ihren Mittagsschlaf zu halten. Erst hoerte ich lautes Geschrei. Dann "BUMP" und sofort danach "taptaptap" kleine Fuesse, die zur Tuer laufen. Also, entweder ist sie nicht auf den Kopf gefallen, oder sie war so wuetend, dass ihr das auch nichts ausmachte.
Aber das ist ja nicht der einzige Bereich, in dem Sarahs Eltern leere Versprechungen machen und ihnen mal auf die Spruenge geholfen werden muss. Schon am Anfang des Jahres haben wir ein schoenes froschfoermiges Toepfchen gekauft und reden schon so lange davon, dass Sarah bald lernen wird, wie ein grosses Maedchen Pipi und A-A zu machen. Nun, da nichts dergleichen geschah, hat Sarah die Sache selbst in die Hand genommen. Also, die Sache, die sie, statt einen Mittagsschlaf zu halten, aus ihrer Windel ausgegraben hat. In beide Haende, ins Gesicht, in die Haare, aufs Bett und die Stueckchen, die sich zum Werfen eignen hat sie dann noch so weit es ging im Zimmer rumgeworfen.Als ich sie aufwecken wollte, stand sie stinkvergnuegt in ihrem Bettchen, einen Finger im Mund (lecker!) und wusste gar nicht, warum wir uns so aufregen...
Vor ein paar Tagen war sie wirklich nicht damit einverstanden, ihren Mittagsschlaf zu halten. Erst hoerte ich lautes Geschrei. Dann "BUMP" und sofort danach "taptaptap" kleine Fuesse, die zur Tuer laufen. Also, entweder ist sie nicht auf den Kopf gefallen, oder sie war so wuetend, dass ihr das auch nichts ausmachte.
Aber das ist ja nicht der einzige Bereich, in dem Sarahs Eltern leere Versprechungen machen und ihnen mal auf die Spruenge geholfen werden muss. Schon am Anfang des Jahres haben wir ein schoenes froschfoermiges Toepfchen gekauft und reden schon so lange davon, dass Sarah bald lernen wird, wie ein grosses Maedchen Pipi und A-A zu machen. Nun, da nichts dergleichen geschah, hat Sarah die Sache selbst in die Hand genommen. Also, die Sache, die sie, statt einen Mittagsschlaf zu halten, aus ihrer Windel ausgegraben hat. In beide Haende, ins Gesicht, in die Haare, aufs Bett und die Stueckchen, die sich zum Werfen eignen hat sie dann noch so weit es ging im Zimmer rumgeworfen.Als ich sie aufwecken wollte, stand sie stinkvergnuegt in ihrem Bettchen, einen Finger im Mund (lecker!) und wusste gar nicht, warum wir uns so aufregen...
Freitag, April 22, 2011
Entspannung pur
Es regent in Stroemen. Ich sitze im Auto vor meiner Haustuer. Sarah ist nach einem wilden Spieltag ohne Nickerchen endlich eingeschlafen. Ich koennte sie ins Haus tragen und dabei sicher aufwecken. Oder nicht. Entscheide mich erstmal fuer " Oder nicht". Entspannung pur.
Freitag, April 15, 2011
Persoenlichkeitchen
Vor ein paar Tagen hab ich mit meinem Mann darueber geredet, wie Sarah inzwischen eine richtige kleine Person geworden ist. Dann fragte ich sie: "Sarah, bist Du jetzt eine kleine Person?" "Nein" "Bist Du jetzt eine grosse Person?" "Nein!" "Was bist Du dann?" "Sarah Person."
Donnerstag, April 07, 2011
Noch ein Vorteil der zuckerarmen Ernaehrung
Sarah muss jetzt abends immer Heuschnupfenmedizin nehmen. Nein. Anders: Sarah darf jetzt abends endlich mal Heuschnupfenmedizin nehmen. Sie denkt das ist der tollste suesseste Nachtisch. Ich frage sie: "Bist Du denn auch schon zwei Jahre alt? Das hier darf man erst kriegen, wenn man schon zwei ist." Sie schaut mich ganz ernst und erwartungsvoll an: "Ja. Sarah twei." Und dann schluerft sie voller Begeisterung einen halben Loeffel fies suesser Medizin und heult, dass ich ihr nicht mehr gebe. Ich vertroeste sie auf morgen.
Montag, April 04, 2011
Mehr Hymne, please!
Sarahs neustes Lieblingsspiel: Amerikanische Freunde haben uns eine kleine deutsche Fahne geschenkt. Nun steht Sarah gerne auf der Treppe und schwenkt die Fahne, waehrend ich ihr die deutsche Nationalhymne vorsinge. Wenn ich fertig bin, huepft sie auf und ab und ruft: "Mehr Hymne! Mehr Hymne! PLEASE!"
Donnerstag, März 17, 2011
Ja wo simma denn hier, ja wo sind wir denn hier?
Gestern hab ich mit Bekannten zu Mittag gegessen, irgendwie driftete die Unterhaltung in Richtung Schulen, und ich fuehlte mich ploetzlich ganz Auslaender. Es ging um die ganzen Schwierigkeiten, den Aufwand und die Zeit, die darein fliessen, den besten Kindergartenplatz zu kriegen, damit die Kinder danach in die beste Grundschule kommen. Als eine Frau von der Freundin erzaehlte, die ihr Haus in einem bestimmten Stadtviertel gekauft hat, in der Hoffnung, dass ihre dreijaehrige Tochter dann in dem Kindergarten in diesem Viertel bessere Chancen hat, drehte sich nun die ganze Debatte darum, ob das nun tatsaechlich ihre Chancen erhoeht, oder ob dieser Kindergarten sich ganz auf das Lotterieverfahren verlaesst.
Waehrend ich da sass und dachte, wir sollten lieber darueber reden, ob wir nicht ein bisschen durchgeknallt sind...
Ich bin noch unentschlossen, ob ich nun denken soll, dass diese ueberehrgeizigen Eltern nen Schaden haben, wenn sie denken der richtige Kindergarten entscheidet, ob ihr Kind im Leben erfolgreich ist. Oder ob ich eher fuerchten muss, dass das System kaputt ist und die Kindergaerten und Grundschulen, die nicht in die engere Wahl meiner Freunde kommen, so grauenhaft schlecht sind, dass ich in einem Jahr ploetzlich auch bereit bin, nach Posemuckel zu ziehn, wenn der Kindergarten da gut ist.
In so Momenten muss ich mich dann immer zurueckhalten, nicht ganz grundsaetzlich zu werden und europaeische Glaubenssaetze zu predigen, wie z.B. Steuern sind gut (obwohl sie keiner zahlen will), weil sie dem Staat ermoeglichen, so Institutionen wie Kindergaerten und Grundschulen fuer alle gleichermassen zu finanzieren. Oder: Wenn jeder eine Waffe haben darf, ist es kein Wunder, wenn die Jungs sie mit zur Schule nehmen.
Waehrend ich da sass und dachte, wir sollten lieber darueber reden, ob wir nicht ein bisschen durchgeknallt sind...
Ich bin noch unentschlossen, ob ich nun denken soll, dass diese ueberehrgeizigen Eltern nen Schaden haben, wenn sie denken der richtige Kindergarten entscheidet, ob ihr Kind im Leben erfolgreich ist. Oder ob ich eher fuerchten muss, dass das System kaputt ist und die Kindergaerten und Grundschulen, die nicht in die engere Wahl meiner Freunde kommen, so grauenhaft schlecht sind, dass ich in einem Jahr ploetzlich auch bereit bin, nach Posemuckel zu ziehn, wenn der Kindergarten da gut ist.
In so Momenten muss ich mich dann immer zurueckhalten, nicht ganz grundsaetzlich zu werden und europaeische Glaubenssaetze zu predigen, wie z.B. Steuern sind gut (obwohl sie keiner zahlen will), weil sie dem Staat ermoeglichen, so Institutionen wie Kindergaerten und Grundschulen fuer alle gleichermassen zu finanzieren. Oder: Wenn jeder eine Waffe haben darf, ist es kein Wunder, wenn die Jungs sie mit zur Schule nehmen.
Montag, März 14, 2011
Der gerettete Igel rettet uns
Ist das nicht komisch, wenn mir jemand eine Geschichte zweimal erzaehlt, rolle ich (innerlich) die Augen und denke: "Das schon wieder!" Als Kind dagegen hatte ich Geschichten, die wollte ich immer wieder hoeren, und die mussten immer wieder genau gleich erzaehlt werden. Ich kriegte einfach nie genug von der Geschichte, wie mein Papa sich mit seinem Taschenmesser aus dem Sack von Knecht Ruprecht befreite (ehrlich gesagt, ich wuerde sie auch jetzt gerne nochmal hoeren, aber das ist eine andere Geschichte...) oder wie meine Mama einen Klassenkameraden am Stuhl festgeklebt hat.
Sarah faengt langsam an, eine Vorliebe fuer bestimmte Geschichten zu entwickeln und ihre momentane Lieblingsgeschichte ist "Wie Mama den Igel rettete". Das ist eine sehr kurze Geschichte, in der nicht viel mehr vorkommt, als dass ich dicke Handschuhe anziehe und einen Igel aus dem Garten einer Freundin meiner Mutter in den Park trage. Aber wenn es Sarah nicht gut geht, zum Beispiel letzte Nacht, als sie ohne offensichtlichen Grund schreiend aufwachte und nicht mehr einschlafen konnte, da nehm ich sie auf den Schoss, zeige auf den Igel auf ihrer Bettdecke, frage sie: "Soll ich Dir nochmal erzaehlen, wie ich den Igel aus Lollos Garten gerettet hab." Und sie sagt mit einer kleinen vertrauensvollen Stimme "Ja." und dann ist fuer ein paar Minuten alles gut, und das Einzige was zaehlt, ist wie man einen Igel hochhebt, ohne gestochen zu werden und wie schnell sein kleines Herzchen schlaegt.
Sarah faengt langsam an, eine Vorliebe fuer bestimmte Geschichten zu entwickeln und ihre momentane Lieblingsgeschichte ist "Wie Mama den Igel rettete". Das ist eine sehr kurze Geschichte, in der nicht viel mehr vorkommt, als dass ich dicke Handschuhe anziehe und einen Igel aus dem Garten einer Freundin meiner Mutter in den Park trage. Aber wenn es Sarah nicht gut geht, zum Beispiel letzte Nacht, als sie ohne offensichtlichen Grund schreiend aufwachte und nicht mehr einschlafen konnte, da nehm ich sie auf den Schoss, zeige auf den Igel auf ihrer Bettdecke, frage sie: "Soll ich Dir nochmal erzaehlen, wie ich den Igel aus Lollos Garten gerettet hab." Und sie sagt mit einer kleinen vertrauensvollen Stimme "Ja." und dann ist fuer ein paar Minuten alles gut, und das Einzige was zaehlt, ist wie man einen Igel hochhebt, ohne gestochen zu werden und wie schnell sein kleines Herzchen schlaegt.
Mittwoch, Februar 23, 2011
Nehmt Euch in Acht Pickelboys, jetzt kommen die Rentner!
In Tante Ruths Altenwohnheim gibt's jetzt ein Wii (so ein bewegungsintensives Computerspiel, bei dem man wie wild in die Luft boxt etc. damit der Computercharakter den anderen k.o. haut). Die Rentner haben jetzt regelmaessige Kegelwettbewerbe und koennen so manchen Gruenschnabel das Fuerchten lehren. Letztes Wochenende konnte ich Tante Ruth dabei beobachten, wie sie ihren 40jaehrigen Neffen (meinen Mann) und ihre 9jaehrige Nichte immer wieder in Grund und Boden kegelte. Und das von einer Frau, die am Stock geht und eine ganze Minute braucht, um sich unter angestrengtem Keuchen in's Auto zu hieven. Ich bin mir aber nicht sicher, was bei ihr den groessten Fitness Effekt hat: Die Fernbedienung wie eine Kegelkugel in der Luft rumschwingen oder die Siegestaenze, die sie danach auffuehrt, waehrend sie singt: "I've got that mojo coming!"
Samstag, Februar 12, 2011
Ich liebe Skype
Sitze in Florida in meinem Hotelzimmerbett und singe "Wer hat die Kokosnuss geklaut", waehrend Sarah auf den Fuessen ihres Vaters steht und beide zusammen durch die Kueche tanzen.
Dienstag, Februar 08, 2011
Alleinreisen
Wann hab ich das letzte Mal am Flughafen zwei (!) Romane gekauft, nur weil ich weiss, dass ich beide Haende frei haben werde?
Sind 17 Grad zu kalt zum Baden?
Dann muss ich vielleicht bis uebermorgen warten, wenn es 23 Grad warm ist? Ach nee, ich fliege ja morgen fuer eine Konferenz nach Florida und nicht zum Spass. Ich kann halt nix dafuer, dass das Ganze in einem Hotel am Strand stattfindet. Und den Organisatoren ist das sicher auch nur aus Versehen passiert, naechstes Jahr machen sie das bestimmt in Wanne-Eickel im November...
Montag, Februar 07, 2011
Naechstes Jahr will ich mehr Steuern zahlen!
Ich komme grade von meinem Steuerberater, letztes Jahr ist das erste, in dem ich als Selbstaendige so richtig Steuern zahlen muss. Das ist kein Spass. Mein Steuerberater ist gross und stark und sieht ein bisschen einschuechternd aus. Deshalb hab ich ihn gefragt, ob er vielleicht mitkommen will, eine Bank ueberfallen. Leider hat er abgelehnt und allein seh ich einfach nicht furchteinfloessend genug aus. Nach dem Termin bin ich erstmal essen gegangen. Denn, wie eine Freundin meiner Mutter so schoen sagte: "Essen gehn ist toll, da fuehlt man sich immer so reich..." (zumindest bevor man zahlt)
Aber trotz allem, und obwohl ich noch nicht recht weiss, wo ich das Geld fuer die Steuern zusammenkratzen kann, mein Ziel fuer dieses Jahr ist: Mehr Steuern zahlen. Denn schliesslich bedeutet das: Mehr Geld verdienen.
Aber trotz allem, und obwohl ich noch nicht recht weiss, wo ich das Geld fuer die Steuern zusammenkratzen kann, mein Ziel fuer dieses Jahr ist: Mehr Steuern zahlen. Denn schliesslich bedeutet das: Mehr Geld verdienen.
Freitag, Februar 04, 2011
"Mama, ausziehn, Pupu."
Sagte Sarah heute morgen zu mir, als wir gemuetlich im Bett rumrollten. Sie hatte ein Stueck Toilettenpapier in der Hand und war fest davon ueberzeugt, dass sie mir nun die Windel wechseln wuerde. Ich musste sie enttaeuschen und auf spaeter vertroesten. Ob sie wohl, wenn ich alt und inkontinent bin, noch die gleiche Begeisterung dafuer aufbringt?
Mittwoch, Januar 19, 2011
Mein Mann kriegt das coolste Geburtstagsgeschenk!
Das muss doch mal gesagt werden. Denn das war gar nicht einfach. Er (mein Mann) ist der musikalischste Mensch, den ich kenne, hat aber kaum musikalische Vorbildung. Und was er immer mal machen wollte (aber nie die Zeit hatte), war einen Music Appreciation Kurs besuchen, also einen Kurs, in dem man Musik verstehen lernt, nicht spielen. Und am liebsten nicht klassische Musik, sondern Jazz. Als ich mich nach solchen Kursen in Washington umsah, musste ich herausfinden, dass sie sich hauptsaechlich auf klassische Musik spezialisieren, ueber Wochen hinziehn und groesstenteils nur an der Uni fuer eingeschriebene Studenten angeboten werden. Mist. Und persoenlich kenn ich keine Musiker oder Musiklehrer...
Also hab ich meinen Buerokollegen eine Email geschrieben: "Wer kann meinem Mann den Jazz erklaeren?" Und jetzt geht er diesen Samstag fuer vier Stunden zu einem erfahrenen Jazzmusiker, der ihm ganz speziell auf seine Wuensche zugeschnitten seine Lieblingsmusik vorspielen, erklaeren, auseinanderklamuesern wird. Er ist begeistert, ich bin begeistert und der Musiker freut sich ueber Extraeinkommen.
Also hab ich meinen Buerokollegen eine Email geschrieben: "Wer kann meinem Mann den Jazz erklaeren?" Und jetzt geht er diesen Samstag fuer vier Stunden zu einem erfahrenen Jazzmusiker, der ihm ganz speziell auf seine Wuensche zugeschnitten seine Lieblingsmusik vorspielen, erklaeren, auseinanderklamuesern wird. Er ist begeistert, ich bin begeistert und der Musiker freut sich ueber Extraeinkommen.
Mittwoch, Januar 12, 2011
Wir reden ueber jeden Scheiss!
Ausfuehrlich!
Das Wetter eignet sich nicht fuer lange Spaziergaenge, also hat unsere Nanny beschlossen, es ist Zeit fuer Potty Training (Sauberkeitserziehung, oder wie das auf Deutsch heisst). Also reden wir die ganze Zeit davon, wie alle immer A-A machen, setzen die Maus auf's Toepfchen und putzen ihr den Po ab, als naechstes ist der Affe dran und sogar Ernie, der eine Fingerpuppe ist und keinen Po hat und so klein ist, dass das Toepfchen fuer ihn ein Schwimmbecken ist, wird nicht verschohnt. Die harte Arbeit (also Sarah auf's Toepfchen kriegen) ueberlassen wir der Expertin (Nanny). So ein Luxus. Ach ja, und falls Sarah Dich kennt, kannst Du sicher sein, dass wir im Moment viel ueber Dich reden. In Saetzen die alle mit "... macht A-A." enden. Denn jeder, wirklich jeder macht A-A.
Das Wetter eignet sich nicht fuer lange Spaziergaenge, also hat unsere Nanny beschlossen, es ist Zeit fuer Potty Training (Sauberkeitserziehung, oder wie das auf Deutsch heisst). Also reden wir die ganze Zeit davon, wie alle immer A-A machen, setzen die Maus auf's Toepfchen und putzen ihr den Po ab, als naechstes ist der Affe dran und sogar Ernie, der eine Fingerpuppe ist und keinen Po hat und so klein ist, dass das Toepfchen fuer ihn ein Schwimmbecken ist, wird nicht verschohnt. Die harte Arbeit (also Sarah auf's Toepfchen kriegen) ueberlassen wir der Expertin (Nanny). So ein Luxus. Ach ja, und falls Sarah Dich kennt, kannst Du sicher sein, dass wir im Moment viel ueber Dich reden. In Saetzen die alle mit "... macht A-A." enden. Denn jeder, wirklich jeder macht A-A.
Dienstag, Januar 11, 2011
Jeder ist Boss - Keiner ist Boss
Ich liebe mein Buero, das ich mit ganz vielen anderen Verrueckten teile. Und weil wir hier alle unsere eigenen Bosse sind, koennen wir machen, was wir wollen. Als ich grade zur Mittagspause ging, hatte ich so einen Sekundeneindruck: Einer meiner Kollegen machte es sich auf einer Couch zum Mittagsschlaf gemuetlich, waehrend ein anderer neben seinem Tisch Liegestuetze machte.
Montag, Januar 10, 2011
Nicht allein nach Hause gehn
Eben haben Sarah und ich uns mit zwei (erwachsenen) Bekannten im Cafe getroffen. Sarah hat mir den Gefallen getan, die meiste Zeit zu schlafen und nur kurz vor dem Abschied aufzuwachen. Das war eine seltsame Mischung von Arbeit (die zwei sind Kolleginnen) und Familie.
Nach ganz viel Winken und Bye Bye sagen, sind Sarah und ich dann Hand in Hand zum Auto gegangen und haben den Tannenbaeumen zum Millionsten Mal ein Staendchen gebracht (Oh Tannenbaum ist unser Lied des Jahres). Und ploetzlich war ich so unglaublich gluecklich, dass ich diejenige war, die mit diesem Kind an der Hand durch die kalte Nacht gehn und schief singen darf.
Sonntag, Januar 09, 2011
Rattenkalt
Ich dachte, die Ohrenklappen an meiner neuen Russenmuetze seien nur modische Dekoration. Auf dem Weg vom Supermarkt fuehl ich mich wie eine russische Babuschka, dick eingepackt, Ohrenklappen unterm Kinn zusammengebunden, tuetenweise Lebensmittel nach Hause zerrend. Der rattenkalte Wind, der direkt aus dem wilden Westen hier her weht, zeigt sich wenig beeindruckt und weht mir dennoch direkt durch die Knochen.
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