Sonntag, Juli 19, 2009

Noch steriler

Wir haben fuer die Babyflaeschchen so Sterilisierungstueten. Man tut die Flaeschchen etc. in die Tueten, Wasser dazu und alles zusammen in die Mikrowelle, damit der Dampf den Keimen den Garaus macht. Heute haben wir neues Babyspielzeug bekommen - bzw. gebrauchtes Babyspielzeug und da faengt die Geschichte an.

Mann: Hast Du das sauber gemacht, wer weiss, was da fuer Keime dran sind!
Frau (Spuelt)
Mann: Nein, ich mein sterilisiert, pack das doch einfach in die Tueten und ab in die Mikrowelle.
Frau: Gute Idee
..... piep....
Mann: Um die Keime auf dem Spielzeug brauchen wir uns jetzt keine Sorgen mehr zu machen (wirft den geschmolzenen Plastikklumpen in den Muelleimer).

Donnerstag, Juli 16, 2009

Nanny Spy (Kindermaedchen Spion)

Das war ich gestern. Am Nachmittag mit Sarah auf dem Spielplatz - sie konnte da wilde Kinder beobachten und ich (das war mir vorher nicht so klar) konnte mal sehn, wie die Kindermaedchen mit ihren Schuetzlingen umgehn, wenn keine Muetter oder Vaeter dabei sind. Denn wochentags am Nachmittag arbeiten (fast) alle Eltern.

Nun gehoert es zu der Natur der Maeuse, dass sie auf den Tischen tanzen, wenn die Katze aus dem Haus ist. Und trotzdem hat mich der Nachmittag nachdenklich gestimmt.

Die Spielplatzbaenke sind nach Nationalitaet aufgeteilt, in der einen Ecke sitzen die Afrikanerinnen und palavern in Franzoesisch, in der anderen Ecke die Latinas und am Klettergeruest spielen zwei Muetter mit ihren Kindern. Ich hab da die unterschiedlichsten Verhaltensweisen gesehn und viele, vor allem die Latinas, waren sehr herzlich mit den Kindern. Aber im Gedaechdnis blieb mir die Afrikanerin, die von ihrer Bank aus immer nur rief: "Molly, komm her! Komm her!" obwohl das vielleicht zweijaehrige Kind nichts anderes tat, als die anderen auch, spielen. Schliesslich war sie so frustriert, weil Molly nicht herkamm, dass sie das Maedchen holte und sagte: "So, setz Dich hier hin, Gesicht zur Wand, Arme ueberkreuz und beweg Dich nicht von der Stelle."

Das war nun nicht brutal oder uebermaessig schrecklich, aber es hat mich eben nachdenklich gemacht, weil unsere Kinder hier einen Grossteil der Zeit von Frauen erzogen und gehuetet werden, die aus einem anderen Kulturkreis kommen und vielleicht ein ganz anderes Verstaendnis davon haben, wie Kindererziehung aussehn soll.

Mittwoch, Juli 15, 2009

Streckbank?

Heute waren wir beim Kinderarzt, das Ergebnis: Sarah ist immer noch laenger als 75% ihrer Altersgenossinnen aber nur schwerer als 50%. Das heisst sie waechst immer noch wie bloed, hat aber ihren Buddha-Bauch verloren. Ansonsten alles super. Sagt die Aerztin. Und wir auch...

Dienstag, Juli 14, 2009

Ha!

Gestern hab ich Sarah zum ersten Mal so richtig lachen sehn. Vehement und lautstark wie ein Ziegenbock: "Hehehe!" und nochmal "Hehehehe!" Danach hat sie mich ganz ueberrascht angeguckt: Was war denn das? Das ist ja ganz unglaublich, stellt Euch das vor, alles, was sie macht hat sie irgendwann in den letzten 4 Monaten zum allerersten Mal gemacht. Nun also lachen. Worueber? Dass ich ihr die Fuesse kuesse.

Samstag, Juli 11, 2009

Komm, wir gehn uns gruseln...

Ich war ja schon laengst ausgewachsen, als mir klar wurde, dass wir die einzige Familie waren, die im Sommerurlaub in jedem Ort auf den Friedhof gingen, um mal zu gucken, wie die da so liegen, die Toten in der Fremde. 

Heute hab ich mit Mutter und Sarah eine Tour gemacht, die so aehnlich war, nur in einem viel groeßeren Maßstab: Ein totes Dorf und ein riesiges Loch angucken. Inden steht auf der Liste der Doerfer, die weggebaggert werden sollen fuer die Braunkohle und waehrend das Loch immer groesser wird, hausen in Inden die Geister hinter vernagelten Fenstern. Und zwischen den Geistern wohnen noch die ein oder anderen Hartnaeckigen, die sich nicht vorstellen koennen, dass sie aus ihrem Heimatdorf wegziehen sollen und dann nie mehr nach Hause kommen koennen, weil da statt Heimatboden nur noch Loch ist. Und spaeter dann, irgendwann, See. Soll der tatsaechlich mal so gross werden, wie der Bodensee? 

Ach ja, und gleich neben dem Loch ist das Kraftwerk, wo alles (naja, fast alles), was aus dem Loch an Kohle kommt, gleich verbrannt wird. Wie praktisch.

Ab und zu, wenn ich zu Hause bin, muss ich da hin fahren, in Geisterdoerfer und an den Rand des Lochs mit den Baggerdinosauriern, um sprachlos zu sein und mich zu wundern, dass das erlaubt ist, dass das normal ist... und dass keiner sich wehrt. 

Freitag, Juli 10, 2009

Zahnarzt rät: Kriegen Sie mehr Kinder, Frau S.

Noch keinem Mann in meinem Leben war ich so lange treu, wie meinem Zahnarzt in Düren. Liegt's seinen blauen Augen? Oder der unwiderstehlichen Mischung von Angst und  Dankbarkeit, die er in mir hervorruft? Dafür nehm ich tagelange Anreisen auf mich. Der heutige Besuch hat mich jedoch ein bisschen verwirrt: Ich bin gleich nach Hause gegangen, um nachzugucken, ob ich bei Sarah vielleicht ein Detail übersehen habe. Denn ich hab das Zahnfleisch einer Frau, die einen Jungen geboren hat. Anscheinend verwüsten weibliche Babys das Zahnfleisch ihrer Mütter während der Schwangerschaft und beim Stillen und bei mir war kein Zeichen dieser Verwüstung zu erkennen. Also, der Rat des Zahnarztes: s.o. 

Damit schliesst er sich einem Kollegen an, der meinte: "Die ist so süss, Du solltest Deinen Job drangeben und in die Massenproduktion einsteigen." Oder war das ein Kommentar zu meiner Arbeitsleistung und nicht zu meinem Kind? 

Montag, Juli 06, 2009

Käsekuchen? Pustekuchen!

Gestern und heute machte ich mal wieder das köstliche Experiment: Kann ich wieder Milchprodukte essen? Ist mein Baby inzwischen alt genug, sie in der Muttermilch verdauen zu können? Die Antwort hat Sarah mir mit verkniffenem Gesicht gegeben: "Eh, eh, ehr..." das sind die Töne, die sie macht, wenn sie mal will, aber nicht kann. Also, nachdem ich Käse, Butter, Joghurt so bewusst genossen hab, wie noch selten, muss ich akzeptieren: Die Antwort heisst nein - vorläufig. Nächsten Monat kommt der nächste Versuch. Und wenn das nur deshalb ist, damit ich einmal im Monat schlemmen kann...

Rollmops

Jetzt hat Sarah gelernt, sich vom Ruecken auf den Bauch und wieder auf den Ruecken zu drehn. Das heisst aber nicht nur, dass sie ihre Schlafposition wechseln kann: Das ist der erste Schritt zur Fortbewegung. Nun kann sie von Sachen runterrollen: Von der Wolldecke auf den Boden, vom Wickeltisch auf den Boden, vom Bett auf den Boden, Ihr versteht das Prinzip...

Samstag, Juli 04, 2009

Was fehlt

Erst jetzt wird mir klar, dass im Blog mein Vater immer mein (vorgestellter) erster Leser war. Vor allem fuer meinen schlechten Humor und die Geschichten darueber, wie eigenartig die Leute in der Fremde die alltaeglichsten Sachen machen. Und fuer Schreibfehler, Uebersetzungsfehler, Wortspiele, Schuettelreime. 

Wegen der Zeitverschiebung hatte er das Neuste immer schon gelesen, wenn ich in den USA aufwachte und so stellte ich mir das immer vor: Er geht ins Geschaeft, macht den Computer an, liest, was ich geschrieben hab und manchmal schreibt er mir ne kurze mail: Heute sehr gelacht ueber...

(Der Mutter hatte ich die Geschichten ja eh schon am Telefon erzaehlt, das ist was anderes....)

Ohne diesen ersten Leser, macht das Schreiben viel weniger Spass. Deshalb sitz ich manchmal in Washington am Fenster, schreibe ueber die Frau, die nach nem Muskelmann schreit oder so und nehme mir die Freiheit, mir einzubilden, dass er irgendwo hingegangen ist, wo er auch internet Anschluss hat.

Mittwoch, Juli 01, 2009

Brutalinski Kreiterhexn

Manchmal ist um die Ecke in Dueren exotischer als der wilde Balkan... Heute morgen war ich bei einer Deutschrussischen Urgrossmutter, die aufm Kuechenstuhl in ihrer kleinen Wohnung wunderbar brutale Massagen austeilt. Geheimtip. Mit Kittelschirze, gebliemtem Kopftuch und kaum verstaendlichem Akzent. Und als ich von Sarah und ihrem naechtlichen Rumoren anfing, hat sie mir alles von ihren 3 Kindern, 16 Enkeln und 7 Urenkeln erzaehlt und dann mehrere Kräuterhexenvorschlaege gemacht, was ich dagegen tun kann. Falls das Bauchschmerzen sind: Zehn Tage lang jeden Abend eine halbe Tasse Wasser abkochen und abkuehlen lassen, schlueckchenweise in den Mund nehmen, Wasser in die Haende spucken und das Kind von Kopf bis Fuss damit massieren, "dann hastu gute Kind. Oder vielleicht hat Kind Kopfschmerz, hat kein Haar hinten von machen so und so mit Kopf?

Nimmstu Glas Schnaps. (SCHNAPS??)

Tustu Senf Samen rein so halb voll und stellst in Sonne fir ein Tag.

Dann nimmstu klein Finger voll und tust hier und hier und hier (am Kopf), zehn Tage ist Kopfschmerz weg."

Montag, Juni 15, 2009

Da und wieder weg

Wir sind gut in Deutschland angekommen, aber weil wir so sind, wie wir sind, reicht das uns natuerlich nicht aus. Jetzt machen wir uns gleich (Oma, Mama, Kind) im gemieteten Wohnmobil in den wilden Balkan auf (nach Cres in Kroatien), wo Sarah auch ihre Tanten und Onkel treffen wird. Ich werde wohl mal wieder Papier-Blog schreiben und spaeter auffrischen. Bislang ist Sarah ein zufriedener Reisebegleiter, einfacher, als ich dachte. Hat aber auch ein paar neue Schreie gelernt... Zurueck in Dueren sind wir vermutlich um den 30. Juni und treffen uns gerne noch mit allen, die vorbeikommen moechten, bis wir am 12. Juli wieder abreisen.

Mittwoch, Juni 10, 2009

Pack die Badehose ein...

Nein, ich habe meinen Koffer noch nicht gepackt. Aber schon eine lange Liste gemacht. Morgen Abend geht's los, Sarah fliegt mit ihrer Mama nach Deutschland, um die Familie (und die Freunde) kennenzulernen). Wir sind gespannt.

Lachhaft

Wenn Ihr nicht genug zum Lachen habt, aber 4 Euro uebrig, kauft Euch von Robert Gernhardt "Reim und Zeit" bei Reclam und legt's nebens Klo (oder anderswohin, wo Ihr nicht genug lacht...). Heute las ich da zum Beispiel:

Diaet-Lied (mit Ohrfeigenbegleitung)

Ich freu mich auf mein Fruehstueck
Da schneide ich zwei Hoernchen auf
(Klatsch Klatsch)
Da schneid ich etwas Graubrot auf
und schmiere mir dick Butter drauf
und Leberwurst und
(Klatsch Klatsch)
Und schmier duenn Margarine drauf
und etwas Kraeuterpaste
und reichlich Gorgonzola
(Klatsch Klatsch)
Und keinen Gorgonzola
Sodann greif ich zum Prifsich
Den schneide ich in Stuecke
und haue massig Sahne drauf
(Klatsch Klatsch)
Und mache einen Joghurt auf
und tu ihn auf den Pfirsich
und reichlich Gorgonzola
(Klatsch Klatsch)
Und keinen Gorgonzola
zwanzig Loeffel Muesli
(Klatsch Klatsch)
Und einen Loeffel Muesli
Dann freu ich mich auf Mittag
Da brat ich einen Tofu auf
und tue reichlich
(Klatsch Klatsch)
Sprossen drauf
und jede Menge
(Klatsch Klatsch)
Kleie
Das ess ich, weil es sein muss
und freue mich aufs Abendbrot
Da gibt's ein Riesenschnitzel
(Klatsch Klatsch)
Da gibt's ein kleines Schnitzel
(Klatsch Klatsch)
Da gibt es gar kein Schnitzel
Da mach ich einen Bratling warm
und tu dick Majonaese drauf
(Klatsch Klatsch)
Und drei, vier Spiegeleier
(Klatsch Klatsch)
Und reichlich Gorgonzola
(Klatsch Klatsch)
Und schuett es in den Lokus
Dann druecke ich die Spuelung
und freu mich auf den Nachtisch
da trinke ich vom feinsten
(Klatsch Klatsch)
Und stillsten Wasser, das es gibt
sodan wird ein Versuch geuebt:
Wieviel vom schweren roten Wein
geht in den Durchschnittsmann hinein?
(Klatsch Klatsch)
Wenn er dabei im Schmalztopf wuehlt
(Klatsch Klatsch)
Sich grad wie Gott in Frankreich fuehlt
(Klatsch Klatsch)
Fuenf Eisbein mit zehn Bierchen kuehlt
(Klatsch Klatsch)
Und die mit Schnaepsen runterspuelt
(Klatsch Klatsch)
und reichlich Gorgonzola
Das will ich ausprobieren
und sollt ich dran krepieren
dann hab ich meine letzte Nacht
zumindest lustvoll
(Klatsch Klatsch)
Zumindest heiter
(Klatsch Klatsch)
Zumindest spannend
(Klatsch Klatsch)
Zumindest nahrhaft
zugebracht.



Dienstag, Juni 09, 2009

Fleischeslust

Ich esse normalerweise ziemlich vegetarisch. Nicht als Religion sondern aus Vorliebe. Als ich vor ein paar Tagen nach Hause kam und sagte: "Ich hab ein Huhn gegessen", war mein Mann entsprechend entsetzt - ich habe schon laenger nichts mit Beinen gegessen, als ich ihn kenne. Aber ploetzlich ploetzlich ist da diese Fleischeslust.

Er war nicht geschockt, weil ihm das arme Huehnchen leid tut. Denn er selbst kann sich ein Leben ohne Gruenzeug sehr gut vorstellen... Seine (treffende) Reaktion war vielmehr: "Meine Guete, musst Du erschoepft sein!" Diese ewige Milchtrinkerei (des Babies) waehrend mir selbst das Milch trinken verboten ist... Das kann ja nicht gut gehn.

Und man kann halt auch nicht unendlich viele Eier essen, ohne dass sie einem zu den Ohren rauskommen. Und wie sieht das denn aus: "Entschuldigen Sie, Sie haben da was... Ihnen kommt da ein Ei aus dem linken Ohr..." Grade wo ich jetzt ab und zu wieder beruflich unterwegs bin, sollte ich das wohl vermeiden, Ruehrei auf der Jackettschulter sieht dann doch zu unprofessionell aus...

Dienstag, Juni 02, 2009

Simsalabimsaladimsaladusaladim...

Toll: Mit Baby kann man mitten am Tag und ohne getrunken zu haben laut singend und schnellen Schrittes durch die Nachbarschaft laufen und keiner findet das komisch.

Nicht so toll: Mit Baby muss man mitten am Tag und ohne getrunken zu haben laut singend und schnellen Schrittes durch die Nachbarschaft laufen, auch wenn man das selbst schon lange nicht mehr komisch findet.

Alles, was das Baby in den Schlaf wiegt (in diesem Fall Schlagloecher und schrille Frauenstimme), hilft der Mutter beim Ueberleben. Besonders gern genommen werden hier Lieder mit unendlich vielen Strophen, wenig kompliziertem Text, den man einfach selbst verlaengern kann, zuegigen Rhythmus (zum Laufen) und einer schlichten Melodie. Wenn ich besonders hirnlos besonders lange singen muss, ist der Schneider mein bester Freund:

1. Strophe:
N Schneider faengt ne Maus
N Schneider faengt ne Maus
N Schneider faengt ne Mausemaus
Mimamausemaus
N Schneider faengt ne Maus.

2. Strophe
Was macht er mit der Maus
Was macht er mit der Maus
Was macht er mit der Mausemaus
Mimamausemaus
Was macht er mit der Maus?

3. Strophe
Er zieht ihr ab das Fell
Er zieht ihr ab das Fell
Er zieht ihr ab das Mausefell
Mimamausefell
Er zieht ihr ab das Fell

4. Strophe
Was macht er mit dem Fell
etc.

Und weil sich der Text noch nicht mal reimen muss, kann man sogar ohne Denken und Sprachgefuehl zu bemuehen, tausend neue bescheuerte Strophen hinzufuegen und den Schneider auf seinem Ziegenbock, den er von dem Geld kauft, das er in den Mausesack steckt, den er aus dem Mausefell macht (das passiert alles im Orginaltext) um die halbe Welt schicken.

Soviel uebrigends zum Thema fruehkindliche Praegung: Ich erinner mich an den Text noch aus dem Kindergarten.

Preisfrage: Wer wird in dem Lied mit dem "Simsalabimsaladimsaladusaladim..." von wem erschossen?

"I wanna man! With muscles!" ("Isch willn Mann! Mit Muskeln!" )

Ach isses nicht schoen, im wilden Suedosten zu wohnen?! Die Sozialwohnungen hinter unserem Haus sind besser als jede Soap Opera. Grade beim Abendessen hoeren wir ploetzlich ein Geschrei, das sich wie eine Mischung von Babykreischen und einem gequaelten Schaf anhoert, was ist denn das? Als wir aus dem Fenster gucken, sehen wir eine leichtbekleidete junge (naja) Dame auf der Kreuzung hin und her taumeln, die Arme in die Luft werfen und bruellen: "I wanna man! With muscles! I wanna man! With muscles! etc." Mann, wenn selbst die Eckensteher und Hallodris hinter unserem Haus nur lachen und nicht zugreifen, da kann man schon verzweifeln, das ist ja zum Schreien...

Sonntag, Mai 31, 2009

Meine Freunde koennen alles...


Also, der eine kann das, der andere dies und zusammen koennen sie alles. Klaus kann fotografieren und amuesieren und so gibt es jetzt endlich Fotos von der neuen Kleinfamilie, die von guter Bildqualitaet sind und auf denen sogar der Vater lacht. Nur das Baby macht ein etwas zerknautschtes Gesicht, das teilt halt nicht Klaus' Sinn fuer Humor...

Freitag, Mai 29, 2009

Instant-Ersatz-Familie?

Grade hab ich die email geschrieben, die uns vielleicht eine ganze Familie als Anhang der Kinderbetreuung beschert. Wenn alles funktionniert und wir einander moegen, dann wird Sarah sich bald ein Kindermaedchen (eine Kinderfrau wohl eher) mit einer anderen Familie teilen, das heisst, sie hat instant (aber ohne heisses Wasser drauf giessen) eine zweijaehrige Schwester und zwei Brueder, die schon zur Schule gehn. Bei der anderen Familie arbeitet die Dame Vollzeit und wuerde fuer mich flexibel so viele Stunden arbeiten, wie ich sie brauche. Das waere toll, weil ich ja selbstaendig sehr unterschiedlich viel Arbeit (und Einkommen) hab.

Obwohl mir auch ein wenig bange davor ist. Hier gehn ja viele Frauen nach 4, 6, 12 Wochen wieder Vollzeit in den Job zurueck - aber ich bin froh, dass ich das nicht muss.

Gestern haben wir (vielleicht) das Raetsel geloest, warum Sarah meinen Mann immer so scheusslich findet, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Denn ploetzlich wurde uns klar, dass sie ihn morgens eigentlich ganz gut leiden kann und nur abends Zeter und Mordio schreit. Anscheinend vergisst sie ueber Nacht, wen sie kennt und beginnt den Morgen erstmal freundlich zu jedermann. Aber nach einem ganzen Tag mit mir, hat sie ploetzlich Angst vorm schwarzen Mann. Wir experimentieren jetzt, ob ein Nachmittagsnickerchen auch genug ist, um sie das vergessen zu lassen...

Aaaber, wenn unsere Theorie stimmt, dann wird sie mich ja genauso anschreien, wenn ich sie von der Kinderfrau abhole, wo sie ihren Tag verbracht hat. Will ich das? Ist es das wert?