Dienstag, November 07, 2006

Voelkerverstaendigung mit Broeckchen

Gestern fuhr ich – nach einem ueblen Tag - mit meinem bislang unhoeflichsten Taxifahrer. Schweigsam bis zur Verstocktheit. Als wir uns auf einen Preis geeinigt hatten, schaute er mich mit einem beredten Blick an, der sagte: "Strassenraeuber!!!"

Missmutig verweigert er meinen Vorschlag: "I show you short-cut (Ich zeig Dir Abkuerzung)." Als wir uns irgendwann im Stau haeuslich eingerichtet hatten, wurde mir langsam klar, dass sein English einfach zu eingeschraenkt war, um sich mit mir zu unterhalten. Was den Vorteil hatte, dass er andere Autofahrer auf Twi anbruellte und ich seine Rohheiten wenigstens nicht verstand. Zur Erleichterung der gemeinsamen schweigsamen Wartens, bot ich ihm ein Broeckchen (der Hochdeutsche sagt wohl schoen Franzoesisch Bonbon) an. Go. And stop. And go.

And stop. Er kauft bei einer Strassenhaendlerin zwei vorgeschaelte Orangen, wo oben so ein kleines Deckelchen abgeschnitten wird, damit man sich den Saft mit viel Geschmatze und Tropfen am Kinn in den Mund quetschen kann. Waehrend er mit Lenkrad und Wechselgeld hantierte, legte er sie sich in den Schoss und bruellte einen ueberholenen Trotro-Fahrer an. Als er wieder anfuhr, reichte er mir ohne weiteren Kommentar eine der Orangen und mitten in Staub, Gestank, Stau und Unverstaendnis sass ich ploetzlich wie in romantischem Sonnenschein gebadet, war voller kitschiger Gedanken und fuehlte mich reich beschenkt. Und hab aus lauter Dankbarkeit Kinn und Bluse und Rock reich bekleckert.

Montag, November 06, 2006

Weisser Hund Posted by Picasa
schwarzer Hund Posted by Picasa

Sonntag, November 05, 2006

Madam ergeht sich

in der Nachbarschaft. Wenn ich morgens frueh aufwache und ueberschuessige Energie oder Neugier spuere, geh ich eine Runde durch meine neue Nachbarschaft. Jedes Mal in eine andere Richtung. Die Runde muss um sieben beendet sein, weil es dann fuer mich endgueltig zu heiss ist zum Flanieren. Tesano ist ein Villenviertel mit gewichtigen abblaetternden Haeusern, ausladenden Baeumen, frischer Luft und gewundenen Strassen. Tesano ist eine Gegend, in der Leute in kleinen Schuppen und unfertigen Haeusern wohnen, Huehner und kleine Kinder ueber ungeteerte Strassen flitzen und in Blechcontainern „Respect Haircut“ (Respekt Haarschnitt) neben „Jesus First Beauty Salon“ (Jesus zuerst Schoenheitssalon) um Kunden wirbt.

Als ich vor fast zwei Jahren zum allerersten Mal in Ghana ankam und in der Dunkelheit zum Hotel fuhr, merkte ich gleich, dass die Dinge hier anders laufen, als in Namibia (Wer jemals in zwei afrikanischen Laendern war, kennt das: Nach dem ersten Land denkst Du, Du hast jetzt ne Ahnung von Afrika. Und erzaehlst selbstbewusst ziemlich viel Bloedsinn. Wenn Du das zweite Land besuchst, schaemst Du Dich, denn Dir wird klar, dass Du natuerlich nur ein einzelnes Land in Afrika kennst und die alle ganz unterschiedlich sind...).

Der auffallende Unterschied zwischen Ghana und Namibia: Durchmischung statt Trennung. In Namibia ist die Trennung von reich und arm auch nach dem Ende der Apartheit immer noch zwanghaft. Eine neue schwarze Oberschicht hat sich zu der alten weissen Elite gesellt, das war’s aber auch schon. Reiche und Arme leben in ihren eigenen Ghettos und haben beim jeweils anderen nichts zu suchen (Ausnahme: Hausangestellte der Reichen). Die arme Mehrheit der Schwarzen lebt weit vom Stadtzentrum Windhuks, durch die Autobahn vom Rest abgeschnitten... Weisse wurden ernsthaft gewarnt, sich nicht dahin zu verirren, weil das so gefaehrlich sei. In der schicken Gegend um Accras Flughafen dagegen, stehen vor den Villen kleine zusammengezimmerte Staende, wo im Schein der Petroleum-Lampe alles verkauft wird, was das Herz begehrt. Von meinem Haus aus ueberquer eine Strasse und bin in der anderen Haelfte von Tesano, die mir das Gefuehl „einfach aber anstaendig“ vermittelt, wo mich die Frauen vor den Haeusern gruessen und die Kinder grosse Augen machen. Und beide Seiten Tesanos sind ganz und gar Ghanaisch. In Namibia hatte ich in meinem Ghetto immer das Gefuehl, in einer europaeischen Ferienanlage mit viel Sonnenschein und Selbstschussanlagen an den Zaeunen zu sein.

Samstag, November 04, 2006

Konsum besaenftigt den Kampf der Kulturen: "Barka de Salla" ist quasi "Frohe Weihnachten", der Gruss, mit dem Moslems das Ende des Fastenmonats Ramadan begruessen. Also sagt Coca Cola "Brich dein Fasten auf die richtige Art / Break your fast the real way" Posted by Picasa

Radioblueten meines Lieblingssenders

“Yesterday the vice-president said: Will not compromise the quality of cocain… aeh of co… of cocoa” “Gestern sagte der Vizepraesident: Wir werden keine Kompromisse eingehen bei der Qualitaet von Kokain… aeh von K… von Kakao (unbaendiges Lachen des Radiosprechers)” Das ganze wird noch lustiger, wenn man weiss, dass Land sich nun schon seit Wochen mit einem grossen Kokain-Skandal rumschlaegt, bei dem nicht ganz klar ist, wer alles darein verwickelt ist. Nun wissen wir also, wer die Qualitaetskontrolle vornimmt.

Auf die Hunde kommen

Frueher war alles einfach: Katzen waren gut, Hunde waren bloed und Babies fingen an zu heulen, wenn ich sie nur ansah. Dass ich inzwischen immer so Jefőőőle krisch, wenn ich an Babies rieche und sie ganz wohlig zu meinem Gesumme das Heulen einstellen, daran hab ich mich inzwischen ja gewoehnt. Man wird halt milde mit dem Alter, nicht wahr.

Aber ein Hund? Aber zwei Hunde? Ja tatsaechlich, zu meinem Haus in Accra gehoeren zwei Hunde, die ich quasi geleast habe und die sich mit erschreckender Geschwindigkeit in mein Herz wedeln. Mein Vormieter hat das Land aus persoenlichen Gruenden sehr kurzfristig verlassen, ist jetzt in England und weiss nicht, wann es wo weitergeht. Wenn man Hunde nach England mitnehmen will, muss man die erstmal 6 Monate in die Kiste stecken: Was danach vom Hund uebrig ist, darf man einfuehren. Wegen Tollwut.

Als ich mir das Haus ansah und unbedingt haben wollte, hab ich so getan, als wuerde ich Hunde moegen und behauptet: „Kein Problem, wenn Du die Hunde erstmal hier laesst. Haha.“ Und gedacht: „Der Gaertner wird sich schon um die Thoelen kuemmern. Harhar.“ Und dann gedacht: „Naja, fuer Hunde sehn die wenigstens ganz ok aus, so... hundefoermig“ (Ich kann da was verwechseln aber ich glaube Labrador und Golden Retriever – verwirrend, dass die unterschiedliche Namen haben sollen, wo sie doch die gleiche Form haben, nur eben schwarz und weiss).

Na und dann haben die angefangen mit ihrem ganzen Hundeprogramm: Stuermische Begruessung mit Hochsprung, wenn ich von der Arbeit komme („Oh! Wir sind gerettet! Sie hat uns nicht fuer immer und ewig verlassen! Die grossartige Eva ist wieder da! Wuff!“). Merken, dass mir das nicht so gefaellt und jetzt immer so brav begeistert ankommen und sich hinsetzen, waehrend ich zur Begruessung den Nacken kraule (Schleimer!). Malerisch im Garten liegen. Abends an der Terrassentuer vorbeigehn und unauffaellig gucken, ob mein Herz schon weich geworden ist, und ich sie endlich ins Haus lasse. Und, ein besonderer Bonus: Vermieterin einschuechtern. Meine Vermieterin, eine wohlhabende ghanaische Apothekerin mittleren Alters hat panische Angst vor meinen neuen Freunden und steigt erst aus dem Auto, wenn sie eingesperrt sind (Angeber!).

Werd ich als Naechstes etwa rausfinden, dass Katzen in echt bloed sind und die Erde eine Scheibe?

Freitag, November 03, 2006

Geld wachsen lassen

Es gibt hier einen grossen Staudam, an dem die Bauern in der Trockenzeit Tomaten und in der Regenzeit Reis anbauen. Zu seinen tausend Geschaften und Geschaeftchen hat Douglas ein neues hinzugefuegt: „Ich bin jetzt Tomatenbauer.“ Es macht nichts, dass er von Tomatenpflanzen so viel Ahnung hat, wie ich. Seine Schwester arbeitet bei der Dam-Verwaltung und hat ihm zwei gute Farmboys (Knechte?) gefunden, die schon seit Jahren anderleuts Tomaten grossziehn. Es reicht, dass Douglas das Geld hat. Als wir uns die Setzlinge ansehen kommen, sagt die Schwester: „Habt ihr die Maenner da unterm Baum gesehn? Die geben Kredite an die Bauern, damit die Saatgut und Duenger kaufen koennen.“ Ich frage, wie hoch die Zinsrate ist. „Das sagen die den Bauern jetzt noch nicht.“

Auf der Rueckfahrt erzaehlt Douglas von einem Perlhuhnbrutkasten: Man kauft die Eier am Strassenrand, hundertzwanzig Stueck auf einmal, packt die in den Brutkasten, wartet einundzwanzig Tage und schon hat man etwa hundertundzehn Perlhuehner. Die man bald fuer 10 000 Cedis (einen Euro) das Stueck verkaufen kann. Sein Freund wohnt in einem Haus, dass erst halb fertig gebaut ist, vielleicht koennte man das zukuenftige Wohnzimmer in ein voruebergehendes Huehnerhaus verwandeln?

Hintern mit Nasen

Das sind im Sueden die Verkehrspolizisten (bitte nochmal nachlesen „Nase an Hintern“, s.u.). Die denken naemlich zum Thema Verkehrregeln auch: Alles Quatsch und Geld her. 1 ½ Jahre lang im Norden waren die einzigen Nachstellungen durch Polizisten rein erotischer Natur und entsprechend von Laecheln begleitet.

Zieh ich in den Sueden, werd ich in drei Wochen dreimal von wegelagernden Polizisten angehalten, die allzuhaeufig und ohne jedes Laecheln „festnehmen, festnehmen, festnehmen!“ sagen. Zum Beispiel bin ich irgendwo links abgebogen, wo mir kein Strassenschild und keine Mittellinie mitteilte, dass das nicht erlaubt sei. Der Polizist, der mich anhielt, bestand darauf, dass ich als erfahrener Fahrer trotzdem wissen muesste, dass das verboten sei. Quasi: gefuehlte Verkehrsregel. Da mein Gefueh hier versagte, stieg er in’s Auto und sagte „Festnehmen! Auf zur Polizeistation!“ Neben mir sass Debbie und ich musste sie mit kleinen Gesten davon ueberzeugen, dass es keinen Sinn macht, lautstark oder leise zu fluchen und schimpfen. Und dann zog ich alle Register im Versuch, da raus zu kommen.

Zunaechst einmal die Erklaerung, dass es, wo ich herkomme, keine gefuehlten Verkehrsregeln gibt und ich mir auch nicht vorstellen kann, dass das in Ghana so funktionniert. Erfolglos. Geht ja auch nicht, dem Polizisten unterstellen, dass er nicht recht hat.

Dann auf Mitleid: „Ich bin die kleine Landmaus, die grade erst nach Accra gezogen ist und sich im Grossstadtverkehr nicht auskennt.“ Erfolglos. Unwissen schuetzt vor Strafe nicht!

Schliesslich auf Mutter Theresa: „Seit zwei Jahren opfere ich mich im Norden dieses Landes auf, damit die armen kleinen Kinder in den Doerfern Trinkwasser bekommen. Waren Sie schonmal da? Wissen Sie, wie hart das Leben da ist und wie heiss? Da haben wir keine so schoenen grossen Strassen wie in Accra, wie soll ich denn da lernen, wie man hier Auto faehrt. Ich habe meine Heimat verlassen und leide fuer Ihr Land und nun wollen Sie mich bestrafen, obwohl ich mir in meinem Leben noch nie was hab zu schulden kommen lassen, gesetzestreu und gut bin, quasi ein Engel ohne Fluegel usw. uwf.“ Bingo! Als wir an der Polizeistation ausstiegen fluesterte er seinem Kollegen was zu zum Thema: „Ich werde sie nur verwarnen, weil sie unserem Land dient.“

Also setzten wir uns an seinen Tisch, er warnte mich und ich war ganz Ohr und schliesslich sagte er: „So, jetzt darfst Du mir geben, was von Deinem Herzen kommt.“ Ha! Was ich gab, kam nicht von meinem Herzen sondern nur aus meiner Tasche. Hab ich aber nicht gesagt.

Mittwoch, November 01, 2006

Besser eine Zicke sein?

Ein entfernter Verwandter meines Assistenten ist im Knast, weil er eine Ziege gestohlen hat. Douglas hat ihn noch nicht besucht, weil er ein Dieb ist. Douglas sagt: “If it was anything else, even rape, I could go…“ Also, wenn der Vetter irgendwas anderes gemacht haette, zum Beispiel eine Frau vergewaltigt, dann koennte Douglas ihn besuchen, ohne Angst, dass sein Ruf darunter leidet. Aber ein Dieb ist das Schlimmste. Ich versuche (erfolglos, vermutlich) ihm verstaendlich zu machen, wie sich das fuer eine Frau anfuehlt, in einem Land zu wohnen, in dem eine Ziege mehr wert ist, als eine Frau. Ich bin immer wieder fasziniert, wie selbstverstaendlich junge, gut ausgebildete und moderne Maenner hier Sachen sagen, fuer die sie in Deutschland in der Chauvikasse eingesperrt und nie mehr rausgelassen wuerden. Und Douglas ist ehrlich ueberrascht, wenn ich irgendwas davon aus mich beziehe, wenn mich das verletzt.

Karpfen?

Als Debbie mich in Accra besuchte, meinte sie irgendwann: „Es sieht aus, als ob Du viel besser nach Accra passtest als nach Bolga, Du hast Dich so schnell eingelebt, als seist Du immer hier gewesen.“ Darueber hab ich lange nachgedacht, ueber meine Traenen beim Abschied aus Bolga, wie mein Herz huepft, wenn ich Mary am Telefon hab, wie einsam mein Hirn ohne Douglas arbeitet, ganz ohne Funken, ueber meine beiden Hunde in Accra, die mich nach der Arbeit wie den verlorenen Sohn begruessen, den GaertnerWachmannHausputzer Daniel, der mir Kerzen und Streichhoelzer fuer Stromausfall bereitstellt, die Schleichwege durch Accra zeigt und Heiltraenke aus Bambus, Limonen und Ingwer braut, die graesslich schmecken und mich die ganze Nacht nicht schlafen lassen. Ich denke an unsere Yoga-Gruppe im schoensten Haus der Upper East Region, Mittagessen mit Debbie, meine warmherzig durchgeknallte neue tuerkische Freundin in Accra, den Fahrer Salisu, der mir aus Freundschaft bei einigen Dingen hilft, die in Bolga Douglas uebernommen haette und schliesslich weiss ich die Antwort: Ich bin ein Fisch. Solange es Wasser gibt (und einen eigenen Herd) schwimme ich.

Samstag, Oktober 28, 2006

Die Nase am Hintern

So faehrt man in Accra Auto. Ich lerne bis auf den Zentimeter genau, wie lang die Schnauze meines Autos ist, weil ich sie immer wieder schnueffelnd, draengend, frech oder entschuldigend laechelnd und aus dem Fenster winkend in handbreite Luecken zwischen die Trotros schiebe. Accra ist eine langsam wandernde Baustelle, ein an- und ab-schwellender Stau. Auf den Hauptstrassen steht man zur Rush-hour lange genug, um bei der Plantain-Lady einen gegrillten Snack zu kaufen. Auf den Haupt-Abkuerzungen rast man gemeinsam mit tausend Trotros im Zickzack durch Wohngebiete, ueberspringt Speedramps (wie heissen diese Dinger noch in deutsch, Geschwindigkeitsbegrenzende Bodenwellen, Drempels auf Niederlaendisch...) und wenn man Pech hat und zu viele Leute diese Abkuerzung kennen... s.o., bis darauf, dass in den Wohngebieten die Plantain-Ladies selten sind.

Wenn ich zurueck nach Deutschland zieh, muss ich entweder nochmal in die Fahrschule oder bin meinen Fuehrerschein sehr schnell quit (wie Ommaausgeich sagen wuerde). Denn Schilder und Linien auf der Strasse sind hier nur Vorschlaege:
Vorschlag: Wie waer’s, wenn Du nur 50 fuehrest
Ghanaische Antwort: Quatsch, ich hab doch ne Hupe
Vorschlag: Es waere besser, hier nicht zu ueberholen, weil da vorne eine Bergkuppe ist und Du nichts sehen kannst.
Ghanaische Antwort: Quatsch, ich glaube doch an Gott.
Vorschlag: Ich bin ein Buergersteig, Marktplatz, eine Baustelle, eine Einbahnstrasse, vielleicht wuerdest Du besser woanders lang fahren.
Ghanaische Antwort: Quatsch.
Just keep on rolling babe (Natuerlich kann man das nicht uebersetzen: Roll einfach weiter Saeugling?) Posted by Picasa

Donnerstag, Oktober 26, 2006

jaja, das Foto kennt Ihr schon, aber es ist trotzdem das Foto zum Telefonat Posted by Picasa

Entfernungsbezieung

Ich rufe viel zu selten bei Mary an. Denkt sie. Und denk ich auch, wenn ich denn anrufe. Arme kleine einsame Mary (Denkt sie. Und denk ich auch manchmal. Obwohl wir beide wissen, dass das eigentlich nicht stimmt. Aber so ist das halt mit dem Verlassen Werden... da denkt man diese Sachen, die eigentlich nicht stimmen). Heute hatte sie Glueck, dass mein Internet sich anstellte und ich stumpfsinnig davor sass und dachte: Waehrend ich warte kann ich genausogut in Bolga anrufen.

How are you?
Fine.
How is the house?
Somebody came and picked it and took it away. I was sleeping in the afternoon. Now it’s left with the mango trees…

Wie gehts?
Gut.
Und dem Haus?
Jemand is gekommen und hat das Haus mitgenommen. Ich hab nachmittags geschlafen, jetzt sind nur die Mango Baeume uebrig...

Da hat Mary mich mit dieser rheinischen Reaktion aus meiner Ghanaischen Erwartung geschmissen. Denn eigentlich sollte so ein Telefonat aus der endlosen Wiederholung immergleicher Fragen bestehn, die alle mit „Fine“ beantwortet werden. Ach Mary, ein Glueck, dass Du draussen geschlafen hast und der Dieb Dich unterm Mango Baum liegen liess.

Dienstag, Oktober 24, 2006

Im Regen wallt der Regenwald Posted by Picasa
Baccardi oder Bounty Werbung? Posted by Picasa
Zwergenausflug ins Paradies Posted by Picasa
Fischmarkt am Strand Posted by Picasa

Zu Gast: Auf nach Ghana!

Unser Eindruck ist sehr positiv: Kommt alle nach Ghana! Ghana ist ein friedliches, leicht zu bereisendes Land mit wundervoller Natur und freundlichen Menschen — die fast alle Englisch sprechen und natuerlich von den Touristen profitieren wollen, die es einem aber sehr leicht machen, mit ihnen in Kontakt zu treten und in all ihrer Armut eine wunderbare Froehlichkeit und Wuerde ausstrahlen.

Ach, und wer sich als Frau im kalten Deutschland manchmal allein fuehlt, kann nicht nur in Jamaika Begleitung finden: Eva zeigt uns die ghanaische Version des Rastaman. Sein Job besteht darin, Touristinnen zu begleiten und ihnen einen angenehmen Aufenthalt (und mehr?) zu gestalten. Die Rastamen haben aus Jamaika alle Attribute importiert, die Europaeerinnen exotisch-attraktiv finden: Rastafrisuren, Musik, Gesten und natürlich Rastatalk!