Donnerstag, November 22, 2007
Begnadigt
ein Moment
Brotbackautomat
Also. Langsam und zum mitbacken...
Zum Brotbacken brauche ich: Eine Schussel, zwei Haende, einen Backofen und ein Backblech.
An Zutaten kommen in mein einfachstes Brot: Mehl, Hefe, Wasser, Oel und Salz.
Ok, ich gebe zu, vor Sauerteig hab ich auch so viel Respekt, dass ich mich noch nicht drangetraut hab. Aber Hefebrot ist was fuer Deppen ohne Sonderausstattung.
Mittwoch, November 21, 2007
Die Kiste
Montag, November 19, 2007
Mein Lieblingsfest
- Keine Geschenke. Also, ich liebe Geschenke, aber ich bin beeindruckt, dass die Amerikaner es schaffen, an ihrem wichtigsten Feiertag nichts zu konsumieren, ausser Truthahn...
- Einer fuer alle. Egal, was und ob Du glaubst, dieser Feiertag ist fuer alle gleichermassen, anders als Weihnachten, Salla und was es nicht alles so gibt in den verschiedenen Religionen
- Keiner bleibt allein. Obwohl das ein Familienfest ist, sind die Tueren weit offen. Anders als an Weihnachten, wo es eher selten ist, dass Freunde oder Fremde eingeladen werden, ist es ganz normal, dass mich sogar ein-Abend-Party-Bekanntschaften fragen: "Was machst Du Thanksgiving?" weil sie wissen, dass ich neu hier bin und keine Familie hab. Haette ich gesagt: Ich sitze allein zu Hause, haetten sie das nicht erlaubt, sondern noch nen Teller auf ihren Tisch getan.
Intoleranz
Ich erzaehlte ihm von meiner Arbeit und irgendwie kamen wir auf Tropenkrankheiten zu sprechen. "I don't tolerate malaria, cholera and these things. We should go there and stop it. If we can go and bomb far away places with precision, we should get our act together and stop these diseases." (Also: Ich toleriere Malaria, Cholera und so nicht. Wir sollten da hin gehn und das stoppen. Wenn wir das schaffen unsere Bomben mit solcher Praezision auf weit entfernte Ziele zu schmeissen, dann sollten wir uns endlich aufraffen und diese Krankheiten ausrotten!)
Ich stand da nur und fragte mich, ob das die Malariamuecken wohl betruebt, dass dieser Kerl sie nicht toleriert. Ich versuchte, ihm zu erklaeren, dass nicht alles in der Welt so schlicht ist, wie ein Militaergefaengnis zu bauen und dass die USA keine Weltregierung sind, hatte aber irgendwie das Gefuehl, ebenfalls nicht toleriert zu werden. Was ich erstaunlich fand, war dass mein Gespraechspartner nach eigenen Angaben im Schweisse seines Angesichts Kant, Hegel und deren Freunde las...
Macht Dein Beruf Dich zu dem Menschen, der Du bist, oder suchst Du Dir einen Beruf, der zu Dir passt?
Samstag, November 17, 2007
Weitgereister Bergwillie
Der kleine christliche Tangotaenzer (s.u.) hat mich eingeladen, heute bei einer Privatstunde seine Partnerin zu sein und das hab ich natuerlich gerne angenommen. Auf dem Weg zu der Lehrerin haben wir uns ausgiebig genug verfahren, dass ich einiges darueber erfahren hab, wie einer, der sich selbst als Hillbilly bezeichnet, bis ans Ende der Welt reist und was einen in Kambodscha zum Heulen bringt.
Weil die Tanzschule nachmittags war, konnte ich danach noch einen versonnenen Herbstsonnenspaziergang durch meine Nachbarschaft machen und darueber nachdenken, wie schoen das ist, sich einen neuen Bekanntenkreis zu suchen, weil man da die eigenartigsten Leute reinpacken kann, die einem auf unterschiedlichste Art und Weise den Horizont erweitern.
Nachtrag
Freitag, November 16, 2007
Von wegen Schoentrinken
Ok, nicht jeder teilt die extreme Meinung, dass die Vermehrungswilligkeit der Briten mit ihrem hohen Alkoholkonsum gekoppelt ist (klassisches Schoentrinken von Schabracken), aber der Englaender (und die Englaenderin) an sich ist doch etwa so attraktiv, wie er/sie gut kochen kann...
Nicht versichert? Traurig? Hier werden Sie geholfen!
Haben Sie Aids? Super! Dann koennen Sie bei unserer neuen wissenschaftlichen Studie unter bester medizinischer Betreuung Medikamente ausprobieren, die Sie sich gar nicht leisten koennen werden, wenn die einmal auf dem Markt sind, schliesslich haben Sie ja keine Krankenversicherung... Ausserdem tun Sie der Menschheit etwas Gutes und erhalten moeglicherweise eine Verguetung fuer Ihre Dienste.
Die Zeitungen, Busse und Metros sind voll mit Plakaten, wo um die Teilnahme an medizinischen Studien geworben wird. Und fuer den grossen Prozentsatz der Amis, die nicht krankenversichert sind, ist das doch eine nette Moeglichkeit, an Medikamente zu kommen, die sie sich sonst nicht leisten koennten. Ok, dabei sind sie Versuchskaninchen aber schliesslich sind die Pillen vorher schon an Kaninchen getestet worden und wenn Du die Wahl hast zwischen experimenteller und gar keiner Medizin...
Donnerstag, November 15, 2007
Dankeschoen
Also hat meine Mitbewohnerfamilie angeboten, mich fuer einen Abend zu adoptieren. Das wird das zweite Thanksgiving meines Lebens: Das erste hab ich in der Namibischen Steppe in einer Kleinstadt gefeiert, in der die Apartheid noch lange nach ihrer offiziellen Abschaffung das Stadtgeschehen bestimmte. Die Gastgeberin war die einzige Amerikanerin im weiten Umkreis und die war ein wenig trampelig und wunderbar farbenblind. Also hat sie ihre schwarze Gastfamilie in das Lokal ihrer weissen Freunde eingeladen. Die beiden Familien waren seit Jahrzehnten Nachbarn. Bevor das Essen began, sagte jeder, wofuer er heute besonders dankbar ist und der schwarze Familienvater dankte der Amerikanerin dafuer, dass er nun zum ersten Mal in seinem Leben in der einzigen Kneipe des Ortes sitzt und mit den Weissen Besitzern aus den gleichen Schuesseln isst.
Mittwoch, November 14, 2007
Das gibt's nicht
Scheck. Ihr erinnert Euch vielleicht noch, damals in der Steinzeit, bevor sie Plastikkarten und Internetbanking erfunden hatten, als ich noch ein Kindersparbuch von Goldi dem Goldhamster hatte, damals hatten alle Leute Scheckbuecher und schrieben einander Schuettelschecks (fuer die von Euch, deren Vaeter keine Vatersprueche auf Lager hatten, Schuettelschecks sind die Schecks, wo der freundliche Mann hinter dem Schalter nur mitleidig den Kopf schuettelt, wenn Du versuchst, sie einzuloesen). Also, in Amerika, dem groessten und modernsten und ich-weiss-nicht-was-noch-alles-sten Land der Welt laufen die Leute noch rum wie Steinzeitmenschen und jubeln einander Schuettelschecks unter. Die Welt ist voller Ueberraschungen und Wunder...
Wer wie die Koenigin spricht,
Wildfremde Menschen fragen mich: "Wo kommt Dein Akzent her?" und sind besonders nett zu mir, weil ich mich britisch anhoere. Denn mein Akzent kommt nicht daher, wo ich herkomme, ich habe ihn in Nordghana einer Britin geklaut... Das kommt davon, wenn man zwei Jahre jeden Tag zweimal telefoniert und sich mindestens einmal trifft, um weitere Neuigkeiten auszutauschen.
Mein liebster britischer Kollege wurde mal aus eigener Schusseligkeit zum Geisterfahrer. Als die Polizei ihn stoppte und mit dem ganzen Polizeizirkus anfangen wollte, den jeder Geisterfahrer verdient, begann er sich mit zerstreuter Professorenmine und reinstem Queen's Englisch zu entschuldigen und wurde schliesslich vom besorgten Polizisten mit Blaulicht und ohne Strafe zur richtigen Abfahrt eskortiert.
Meine Mitbewohnerin erzaehlt von Provinzflughaefen, in denen alle Ansagen in britischem Englisch gehalten sind, weil die Fluggaeste die Anweisungen dann eher ernst nehmen.
Ich frage sie: "Also, wie fuehlt sich das an, wenn jemand britisch spricht?"
"Intelligent, gebildet, kultiviert."
"Ok, und was ist die erste Reaktion, wenn Du einen starken Deutschen Akzent hoerst?"
"Angst! Deutsche haben diesen Ruf so strikt zu sein und brutal. Ordentlich. Haben alles unter Kontrolle..."
Guckt mich an. Lacht. "Du hast nicht nur Deinen Deutschen Akzent verloren..."
Dann naeht sie weiter an ihrem Vorhang und murmelt vor sich hin "Katzenkotze..."
Dienstag, November 13, 2007
Kindergartenfreude
Gestern haben wir beim Tango lernen eine Uebung gemacht, die sich genau so anfuehlte. Und weil ich immer noch laechel, kann ich nur empfehlen, dass Du keinen Widerspruch duldest, alles aus dem Weg raeumst, was harte Kanten hat und jeden im Kreis rum wirbelst, der nicht bei drei auf den Baeumen ist.
Eins..... zwei........
Montag, November 12, 2007
Deutschstunden
Feierabend
Mangelexemplar (zum Beispiel in dem Satz: Du bist ein Mangelexemplar!)
Hexenkueche
Heinzelmaennchen
Fahrradausfluege
Suppenkaspar
Schoenheitsschlaf
Katzenkotze
Freitag, November 09, 2007
Evangelikaler Tanguero
Donnerstag, November 08, 2007
Ausleeren
Denn beim Tanzen lernen muss ich mich so auf die Bewegung, die Fuehrung, das Folgen und die Musik konzentrieren, das geht nur, wenn ich meinen Kopf ausleere. Ich mache einen Schritt und noch einen und ueberkreuz und es ist egal, ob ich im Buero die Superheldin war oder auf's Gesicht gefallen bin, was meine rotierenden Tanzpartner von mir wissen ist: Hallo, ich bin Eva. Was ich von ihnen weiss ist: Hallo, ich bin Jack! Und ob sie dazu neigen, einer Frau die Fuesse wundzutreten oder nicht. Und ich bin der Meinung: Das ist definitiv genug Information.
Mittwoch, November 07, 2007
Shop till you drop (kauf bis Du umfaellst)!
Hausfrauentip
(so viel zum Thema: Danke gut.)
Heute in Amerika
1. Die 13jaehrige Megan Coulter muss zwei Tage Nachsitzen, weil sie auf dem Schulhof zwei Freundinnen umarmte und damit gegen die Schulordnung verstiess, die das oeffentliche Zeigen von Emotionen verbietet.
2. Ein weisser Mitarbeiter der nationalen Sicherheitsagentur ist vom Dienst suspendiert, weil er sich auf einer Halloween-Party als schwarzer Haeftling verkleidet hatte. Sein Chef sagt: "The idea you can come and impersonate someone of another ethnic group, that is competely unacceptable" (Die Idee dass Du ankommen kannst und Dich als jemand von einer anderen ethnischen Gruppe verkleiden kannst, ist komplett unakzeptabel)
3. Aufgrund verstaerkter Nachfrage nach Kanonenfutter lockert das Pentagon die Regeln in der Rekrutierung fuer's Militaer, um es Menschen mit krimineller Vergangenheit zu erleichtern, sich der Armee anzuschliessen.
Noch Fragen?
Montag, November 05, 2007
Wer ist unterdrueckter?
Sonntag, November 04, 2007
Putzkolonne
Stricknadelmafia
Nachdem ein Kollege mir erzaehlt hat, dass sie seiner Oma am Flughafen die Stricknadeln abgenommen haben, weil das ja gefaehrliche Waffen sind, mit denen Oma das Flugzeug entfuehern koennte, muessen wir vielleicht unsere Strategie nochmal ueberdenken (oder hat seine Oma uns vielleicht unsere Idee geklaut?).
Letzte Woche hab ich dann rausgefunden, wenn wir unbedingt brauchen fuer dieses Business: Olle Kerle im Rollstuhl. Auf dem Weg zum Kulturabend in der Botschaft trafen wir Otto aus Oestereich mit seiner Schwarzamerikanischen Frau. Otto sass im Rollstuhl, seine Frau trug neue hochhackige Schuhe und der Bus hielt am Fuss des Berges auf dessen Spitze die Deutsche Botschaft sitzt. Also wurde ich kurzerhand zum Rollstuhlschieber (Schieber... jaja, da faengts schon an) und sah aus wie die liebevolle Enkelin.
Als wir bei der Botschaft ankamen wurden unsere Ausweise nicht kontrolliert und wir bekamen Extra-Service, der vor allem daraus bestand, dass wir durch einen anderen Eingang eingelassen wurden, wo wir, anders als alle anderen, nicht durch den Metalldetektor mussten und alle bemuehten sich, uns besonders schnell abzufertigen, als ginge von Otto ein komischer Geruch aus, den man schnell loswerden wollte.
Haette ich das gewusst, haetten wir den langweiligen Kommoedianten-Abend sicher etwas interessanter gestalten koennen (n kleines Geiseldrama oder so...).
Nachtrag Halloween
Eva und die Taxifahrer
Hier in Washington gibt es dann noch eine zusaetliche Anziehung zwischen uns: Wir sind alle Afrikaner. Wenn ich mit meinem Fahrer ins Gespraech komme, kann ich endlich wieder Ghana-Englisch reden, was mein Herz beruhigt und wenn ich ihnen erzaehle, wie's zu Hause aussieht, wird es ploetzlich ganz warm im Taxi, waehrend wir gemeinsam durch die Nacht fahren.
Hier kostet es immer viel mehr, wenn der Fahrer zwei Leute auf der gleichen Strecke an verschiedenen Stellen absetzt. Als wir vom langweiligen Komoedianten in der Deutschen Botschaft kamen, haetten wird 28 $ fuer eine Fahrt zu unserer beiden Haustueren zahlen muessen - oder 18 bis zur Metro, von der wir beide nach Hause finden konnten. Wir entschieden uns fuer die billigere Variante und begannen mit Tony aus Ghana ueber Fussball, seine Geschaefte mit China und seine Brueder in London zu reden. Als wir uns der Metro Station naeherten, bestand er ploetzlich darauf, dass er uns Ladies nicht allein durch die Nacht laufen lassen kann und uns natuerlich nach Hause bringt und wartet, bis wir sicher im Haus sind, bevor er weiter faehrt.
Samstag, November 03, 2007
Gestern Abend hab ich zwei Stunden geheult
Nach meiner sozial und kulturell ueberfuellten Woche (s.u.) hing mir Theater irgendwie schon zum Hals raus, aber Kollegin E. hatte so einen Aufwand betrieben, um uns ermaessigte Nachbarschaftstickets zu besorgen, dass ich kaum sagen konnte: "Weisste was, meine Katze wuerde furchtbar gern an meiner Stelle The Women of Brewster Place sehn..."
Ja, und sobald die Ladies den ersten Satz gesungen hatten, gingen meine Augenschleusen auf und so ging das weiter, bis beim Schlussapplaus meine Brille so beschlagen kann, dass ich kaum was sehen konnte. Dabei bin ich doch ausgesprochene Musical-Hasserin.
Was war passiert?
Das Arena Stage Theater ist eine alteingesessene Nachbarschaftsinstitution im fragwuerdigen Suedwesten Washingtons, in einer Nachbarschaft, wo die Locals sich wie in einem gemuetlichen Nest fuehlen, waehrend alle anderen Washingtoner einen davor warnen. Hier gibt es viele "Projects", das sind Blocks des sozialen Wohnungsbaus, wo die Bewohner Lebensmittelmarken vom Staat kriegen. Kollegin E. (die weiss ist) sagt: "Frueher hab ich meine Tuer nicht abgeschlossen, das hab ich erst in den Rassenunruhen in den 60ern gelernt..."
In dieser Umgebung schien das, was auf der Buehne passierte eine natuerliche Erweiterung der Nachbarschaft, schwarze Frauen, die versuchen, in einer Gegend, die sie selbst die Endstation nennen, nicht die Hoffnung zu verlieren, sich gegenseitig das Leben schwer und leicht machen und sich mit Maennern rumschlagen, die auf der Buehne nur als Schatten, nie als Schauspieler erscheinen. Waehrend ich Musical meist komplett kuenstlich finde und mich frage, warum die immer so rumsingen, klang das hier wie die einzig angemessene Reaktion auf's Leben.
Freitag, November 02, 2007
Bush sagt
Donnerstag, November 01, 2007
Jeder verkleidet sich als er selbst
Halloween is ja etwa so wie Karneval
Also hab ich die Krone in der Tasche gelassen, gelaechelt, mit den Wimpern geklimpert, dass es in den Ohren rauschte und so getan, als sei das mein ganz normales Buero-Outfit.
Unterlassungssuende der Eltern
Dienstag, Oktober 30, 2007
P.s. (zu s.u.)
Quot erat demonstrandum
Dabei wollte ich doch heute abend ein Kroenchen fuer mein Prinzessinnenkostuem morgen basteln...
Der Hunger von Bolga
Man sagt, dass Leute, die eine Hungersnot ueberstanden haben, beim Essen kein Mass und keinen Verstand kennen. Ich hab mich zum Glueck in Bolgatanga immer satt essen koennen. Aber was kulturelle Highlights angeht... nun, da war einmal der Schoenheitswettbewerb der Friseusen. Und dann dieses Konzert eines Ghanaischen Hip Life Stars, das um halb neun anfangen sollte und als der Star um zwei Uhr nachts endlich erschien, waren die Boxen von so schlechter Qualitaet, dass alles quietschte, rauschte und knakste. Ja und einmal im Jahr konnten wir in Tongo zu den Regentaenzen gehn. Das war so quasi alles. Ihr erinnert Euch, naechster Buchladen 13 Stunden mit dem Auto entfernt.
Wen wundert es, dass ich einfach nicht nein sagen kann, wenn eine Kollegin, eine Bekannte, meine Mitbewohner oder unsere Katzen sagen: Eva, kommst Du mit in die Oper, ins Theater, ins Kino, zum Tango, aufs Konzert und auf die Halloween-Party. Also geh ich Donnerstag in die Oper, Freitag ins Theater und Samstag vermutlich wieder Tango tanzen.
Und in ein oder zwei (oder vielleicht drei) Wochen, werde ich wie Max und Moriz mit dem Huehnerknochen fettgefressen an Kultur auf dem Ruecken liegen und nicht mehr Papp sagen koennen. Aber bis dahin sag ich nur: Hast Du morgen abend schon was vor?
Kaugummi am Schuh
Fuer Nichttaenzer
Wie kann das sein, dass ein Tanz und eine Musik, die im Herzen armer Argentinier in heruntergekommenen Slum-Kaschemmen entstanden ist, nun ingenieurswissenschaftlich perzipiert wird (da ist Tango so aehnlich wie Jazz)? Wem Tanzen im Blut liegt - so scheints - tanzt richtige Taenze, wo's vor allem darum geht, rumzutanzen und sich zu amuesieren.
Weil ich am Wochenende reihum getanzt hab, hatte ich am Ende die ganze Bandbreite, vom koreanischen Kampfsportlehrer bis zum langhaarigen Buchhalter. Besonders beeindruckt hat mich ein amerikanischer Ingenieur mit deutschen Wurzeln, der nach vier Jahren immer noch wie ein Ingenieur tanzt und mir ausfuehrlich darlegte, dass das alles ein Neuronenproblem ist und die Synapsen eine Bewegung erst automatisieren, wenn man sie 10 000 Mal (oder Stunden?) gemacht hat. Dann fing er an auszurechnen, wieviele Jahre jemand trainieren muss, der ausserdem noch einen Job hat, um irgendwann so gut zu sein, dass er es zulassen kann, mit dem Herzen und zur Musik zu tanzen. Ich hab ihn ermutigt, mich zu kritisieren, denn das konnte er besonders gut und hoffe, dass mir seine Kritik dabei hilft, recht bald (und nicht erst in 10 000 Stunden) an ihm vorbei zu tanzen...
(Hahaha, bei der Ueberschrift habt Ihr wahrscheinlich aufgeatmet und gedacht: "Oh, jetzt mal was anderes, ich bin Tango ja schon satt, ohne einen einzigen Schritt getanzt zu haben!" Pustekuchen, hier bin ich der Boss, oder, wie man bei uns so schoen singt: Isch han de Musik bestellt darum bestemme isch och wat se spellt...)
Montag, Oktober 29, 2007
Psychologen spinnen doch selber!
Tango till they're sore (Tango bis es weh tut)
Ich hab nen Tango-Kater. Das ganze Wochenende durchgetanzt, meine letzten Ocken aufn Kopp gehauen, und es gab noch nicht mal nen Tangogeiger zum Hinschielen. Das ist die Entsinnlichung des modernen Computerzeitalters. Ok, es gab nen attraktiven tuerkischen DJ, der ab und zu auch ganz hinreissend tanzte, so hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Nun wuerde ich gern meine Fuesse abschrauben und an der Rezeption abgeben und braeuchte mal ein Wochenende...
Sonntag, Oktober 28, 2007
Da hab ich mir wohl was gefangen...
Samstag, Oktober 27, 2007
Samstag Mittag
Freitag, Oktober 26, 2007
Amerikaha
Jeden zweiten Morgen
Warum das nun im Internet steht?
Psychologen nennen das oeffentliche Selbstverpflichtung und haben rausgefunden: Wenn man jedem davon erzaehlt hat, ist es wahrscheinlicher, dass man's macht, weil's einfach zu peinlich waere, zuzugeben, dass man nur heisse Luft versprueht hat. Ganz schon schlau diese Psychologen.
Eigentlich brauche ich dieses Druckmittel natuerlich nicht, schliesslich bin ich - s.o. - eine Sportskanone.
...
...
... gibt's eigentlich auch Sportssteinschleudern oder so?
He Du! Komm! Tanz!
Donnerstag, Oktober 25, 2007
Juhuu!
Mittwoch, Oktober 24, 2007
Foederale Jazz Kommission
Ok, ich geb's zu, als die Commission anfing, bei Brook's zu spielen, waren die Kommissionsmitglieder (und Groupies) schon im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Jetzt kommen einige mit Rollator in die Bar, andere hoeppen noch quietschfidel ueber die Tanzflaeche, waehrend sie sich mit arthritischem Klammergriff aneinander festhalten. Und wenn der Dixiland Jazz besonders dramatisch wird (ja, ja, ich weiss auch nicht, woran man das merkt, aber die Herrschaften Groupies wissen immer genau, wann es an der Zeit ist), zuecken die Fans ihr rotes Taschentuch und wedeln damit voller Begeisterung in der Luft rum.
Da hab ich gestern meinen Abend verbracht und mich geaergert, dass ich mein Taschentuch zu Hause vergessen hatte...
Montag, Oktober 22, 2007
Warnung
Jacken, Taschen, Kappen, die man mir schenkt und sei es nur als Scherz, werden irgendwann in den Alltagsschrank eingeordnet und ich denke ploetzlich, es sei normal, mit dem Koelner Stadtwappen am Arm in der Stadt rumzulaufen. Eine neue deutsche Freundin sagt: Kindergartentasche. Aber cool. Na also...
Sonntag, Oktober 21, 2007
Da gibt's nix was es nicht gibt
Meine Interessen sind da etwas anders gelagert (so ne Banane ist einfach zu gross fuer mein zartes Oehrchen) und da hab ich eine web-site gefunden, die ich super finde und die vielleicht auch fuer einige von Euch genau das Richtige ist. Die Idee hinter www.humanitariandating.com ist, dass es fuer Leute, die im Bereich Entwicklungshilfe arbeiten, so wichtig ist, aehnliche Leute zu treffen (als Freunde, Partner, Kollegen) aber aufgrund ihrer Arbeit sind sie oft in Sudanesischen Doerfern versteckt oder nur fuer ein paar Wochen in der Stadt. Und sowas funktionniert natuerlich um so besser, je mehr Leute in diesem Netzwerk sind, also, eintragen, weitersagen.
Falls Ihr eher zu denen mit der Banane im Ohr gehoert, auf dieser Seite, gibt es zu dem Thema ein klassisches bahnbrechendes Video (mit neuem Text, vorsicht, etwas eklig):
http://www.youtube.com/watch?v=wUINIHNXT_w
In der Grossstadt muss man nicht cool sein
Samstag, Oktober 20, 2007
Viele Schwarze Nachbarn zu haben
hat den Vorteil, dass hier viel mehr coole Autos rumfahren. Meistens mit Fahrern, die ihre Musik gern grosszuegig mit der ganzen Nachbarschaft teilen und bei denen man im Vorbeifahrn auf der fetten goldenen Armbanduhr, die aus dem Fenster haengt, mal kurz gucken kann, wie spaet es ist.
Nationale Kathedrale der unbefleckten Empfaengnis
OmmaausGeich waere endlich beruhigt
Das einzige was OmmaausGeich verwirren wuerde, ist dass in meiner Strasse hier etwa genau so viele schwarze Familien wohnen, wie in meiner Strasse in Bolga...
Gastbeitrag zum Thema Muselpriem
Hallo liebe Eva,
ich habe in Deinem Blog die Preisfrage nach der "Muselpriem" gelesen und
dachte, ich haette da den ganz schlauen Einfall, diese zu loesen!
Eine Aufgabe meines Arbeitgebers ist der kulturelle Bereich und dazu
gehoert auch die Landeskunde. Daher gibt es beim Landschaftsverband ein
"Amt für rheinische Landeskunde". Seit noch nicht allzu langer Zeit hat
besagtes Amt dazu aufgerufen, in einem Mitmach-Woerterbuch alle
rheinischen und umgangssprachligen Begriffe der hiesigen Region
aufzuschreiben und die - je nach Region - damit verbundene Bedeutung
anzugeben.
Und da dachte ich nun, es haette vielleicht schon jemand einen Eintrag
zu "Muselpriem" gemacht. Hat aber niemand....
Daher stuende es Dir frei, das Woerterbuch um diesem Eintrag noch zu
ergaenzen. Damit waere dieser Begriff sofort urkundlich eingefuehrt! :)
Hier mal der Link auf die Seite des ARL: http://www.arl.lvr.de/ und des
Mitmach-Woerterbuches: http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/liste.php#M
Da kann ich nur sagen: Gute Idee Frau W., aber was geb ich denn zum Thema "damit verbundene Bedeutung an"?
Also, die Frage ist immer noch offen. Falls ich eine Antwort finde, verspreche ich, Muselpriem sofort aktenkundig zu machen.
Freitag, Oktober 19, 2007
Eine Zitrone mein Herz
Donnerstag, Oktober 18, 2007
Was ist hier bitteschoen rassistisch?
Ja, Ihr habt richtig geraten, es ist rassistisch, wenn ich sage, was ich sehe und behaupte, dieser Mann sei schwarz.
Wenn die mit ihrer politischen Korrektheit wenigstens Begriffe finden wuerden, die genauer, treffender und weniger veraechtlich waeren. Obwohl, mein Lieblings-fiesester-Ausdruck ist ja immer noch ethnische Minderheit. Wo man mit dem ersten Teil "ethnisch" insgeheim zugibt, dass man auch zu den Leuten gehoert, die andere in Schubladen stecken, je nachdem, wo sie herkommen. Na und die "Minderheit", diese Leute sind halt aufgrund ihrer Herkunft irgendwie minder... Wie jemand auf die Idee kommen konnte, das sei weniger beleidigend, als einfach beim Namen zu nennen, wo jemand herkommt...
Da ist ja selbst der "Tuerkische Mitbuerger" ertraeglicher, weil da der Rassismus besser versteckt ist. Oder habt Ihr schonmal gehoert, dass jemand bei einer Festtagsrede von unseren Schweizer Mitbuergern oder unseren Amerikanischen Mitbuergern geredet hat? Deren Nationalitaetsbezeichnungen sind offensichtlich sauber genug, dass man sie einfach so Schweizer oder Amerikaner nennen kann, ohne sich die Zunge schmutzig zu machen.
Die Aethiopische Frau eines Amerikanischen Kollegen, der in Addis lebt, sagt immer ganz verwirrt: "Ich weiss nicht, was Du hast Schatz, Du bist weiss und ich bin n Nigger, wo ist das Problem, warum kann ich die Sachen nicht so sagen, wie sie sind?"
Mittwoch, Oktober 17, 2007
Muselpriem
Also, dass Muselpriem-Nennen prinzessenhafte Effekte hat, ist klar, aber versuch mal, Muselpriem zu uebersetzen! Oder wenigstens rauszufinden, was das bedeutet. Im ganzen Internet gibt es laut google kein einziges Muselpriem!!!
Also, Preisfrage (vor allem an die von Euch mit gleichem ethnischen Hintergrund - also Rheinlaender): Gibt es Muselpriem? Wenn ja, was ist das? Existiert es ausserhalb der engen Grenzen von Geich bei Zuelpich? Existiert es ausserhalb des Kopfes meiner verehrten Frau Mutter?
Beschaemend beglueckt
S. ist nicht mein eigener Fahrer (also keine offensichtliche Hierarchie) und wir sind fast so was wie Freunde. Als wir ein letztes Mal zusammen zu Mittag assen, bevor ich abreiste, erzaehlte er, wie ein ehemaliger Chef nach jahrelanger Zusammenarbeit zurueck nach Amerika gezogen ist und seitdem "ist der fuer mich tot, ich hab nie mehr was gehoert..."
Das hat irgendwas in mir bewegt und ich hab angefangen mir vorzustellen, wie das von der anderen Seite aussieht, wie die Ghanaer unsere Freunde werden, wenn wir vor Ort sind, und wir sind ein Teil ihres Lebens und wir helfen einander aus ernsthaften Problemen usw. und dann ziehn wir weiter, als sei nichts gewesen und sind fuer immer verschwunden.
S. haette vor Freude fast das Telefon verschluckt, dass nach all den Jahren, die er fuer die Weissen arbeitet zum ersten Mal einer aus dem Ausland anruft, einfach nur zum Gruessen, ohne jeglichen Auftrag, ohne Reiseankuendigung, einfach nur, weil ich an ihn gedacht hab...
Nach dem Telefonat war ich halb gluecklich. Zu anderen Haelfte kam ich mir schaebig vor, weil etwas, was fuer mich so billig ist, einem anderen so teuer ist und ich nun (und fuer immer) die Heldin der Welt bin fuer 10 Minuten am Telefon.
Montag, Oktober 15, 2007
Der Lohn der Angst
Ich stell mir dann immer vor, wie ich das meinen Jungs in Ghana erklaeren wuerde...
Geld loswerden?
Falls sich Euer Herz (und Euer Geldbeutel haha) aber ebenfalls fuer die Tausende oeffnet, die nah am Wasser gebaut haben, kann Euch Nicky Ingarfield bei Action Aid (nicola.ingarfield@actionaid.org) weiterhelfen, die ein spezielles Konto fuer Nordghana eingerichtet hat. Da Ihr ohnehin eine eigene Referenznummer braucht, macht es keinen Sinn, dass ich die Bankinformationen hier ins Internet schreibe. Aber Nicky ist gerne bereit, Euch zu helfen, und fuer die von Euch, die nicht so gut Englisch schreiben, aber trotzdem gerne Geld loswerden wollen, denen helf ich gerne weiter.
Samstag, Oktober 13, 2007
Angst
Aber was mich wirklich einschuechtert, sind Frisoere. Also nicht solche wie der Tangolehrer, der war ja uncool. Aber Grossstadtfriseure, wo die Musik wummert und alle bauchfrei, gebraeunt und ueberschminkt sind, die machen mich stumm und lassen mich stolpern, ohne dass ein Hindernis im Weg waer. Ich fuehl mich als waer ich wieder 13. Und das war nicht mein Lieblingsalter... Heute hatte ich lange Zeit, darueber nachzudenken, denn die Straehnchen dauerten ewig. Wenn Sue, Jannett und Ken das wuessten, waeren sie vermutlich genauso erstaunt wie ich. Und nachdem mir klar wurde, was fuer ein Bloedsinn das ist, hab ich mit meiner Sue dann auch ganz normal geredet und sie hat sich benommen wie das Krokodil - sie hat gar nicht gebissen.
Zum Thema Krokodil muss ich der Ehrlichkeit halber hinzufuegen, dass es sich um ein zahmes, heiliges Krokodil handelte, das fuer jedes Foto mit einem Huhn gefuettert wurde und nicht so daemlich ist, die Hand abzubeissen, die es fuettert.
Eine Eva-foermige Nische im Universum gefunden
Ich fuehl mich so zu Hause, dass ich heulen koennte. Das Haus riecht wam nach dem Essen, das grade gekocht wird, die Mitbewohnerin und der beste Freund ueberfuellen die kleine Kueche, deshalb sitz ich am Esstisch, hoere Musik aus Mali oder so und schaetze mich gluecklich. Die beiden haben heute den ganzen Tag im Haus Regale gebaut und ab und zu hab ich sie unterbrochen, um sie zu fuettern. Dies hier ist keine spannende oder lustige Geschichte, sondern vor allem fuer die Leser, die mich gut genug kennen, um sich um mich zu sorgen: Ich bin mal wieder auf die Fuesse gefallen und habe eine kleine Insel der Seeligen um mich herum gebastelt, wo alle ein bisschen freundlicher zueinander sind, als in der wirklichen Welt, ganz wie in Accra und Bolgatanga, wo mir Taxifahrer Orangen schenkten und Assistenten versuchten, alle Probleme zu loesen, bevor ich sie seh...
Hintertreppenliebe
Freitag, Oktober 12, 2007
Zurueck in Washington
Heute bin ich auf meine erste Party in Washington eingeladen. Dazu habe ich obiges Angeberbrot gebacken. In jedem Knubbel ist eine Olive versteckt. Die Strategie ist einfach: Wenn auch nur die Haelfte der Gaeste vom Angeberbrot genuegend beeindruckt sind, werden sie mich auf ihre naechste Party einladen wollen, obwohl ich langweilig bin, in der Hoffnung, dass ich wieder irgendwas Beeindruckendes backen werde, was ich natuerlich tun werde, denn wenn auf dieser Party wieder sagen wir einmal nur ein Drittel der Gaeste den Kuchen lecker finden... etc. Ihr seht, dies ist kein Brot, sondern eine Investition.
Ausflug auf's Land
Auf dieser idyllischen Bruecke erzaehlte mir die Frau meines Kollegen: Und hier haben sie unter Pinochet immer die Leute zum Erschiessen hingebracht. Der Fluss ist hier so tief, dass er auch im Sommer nicht austrocknet, also haben sie die erschossen und von der Bruecke geschmissen. Wie die Tiere, sagt sie, wie die Tiere.
Completo - Mit Alles
ist der ultimative Fastfood in Chile, eine Wurst im Brot plus Alles! Also Ketchup, Mayo, Tomate, Zwiebel, Avocado. Mindestens. Und meine Kollegen sagen: Geht auch vegetarisch. Also quasi: Bitte eine Currywurst ohne Wurst. Na dann...
Wenn die schmerzensreiche Maria einem ein Gebet erhoert hat,
Der dramatische Performer (s.u.) hat mich an ein anderes Lieblings-T-Shirt von mir erinnert:
Ueber dem gekreuzigten Jesus steht: This I did for you (das hab ich fuer Dich getan).
Und darunter: And what have you done for me? (Und was hast Du fuer mich getan?)
Dramatic Performer!
Alles gut mit Mary
Donnerstag, Oktober 11, 2007
So ganz bestimmte Fantasien
Was ich kochen und backen werde, wenn ich wieder ein zu Hause hab:
Erbsen und Fruehlingskartoffeln geduenstet und dann zusammen in reichlich Butter mit viel Petersilie, wenig Minze und etwas Limettenschale geschwenkt. Dazu einen Quark mit viel Kresse und wenig Fruehlingszwiebel. Und einen Salat aus Moehrenstiften, Apfelstiften, Mandelstiften mit einem dezenten Dressing aus Limettensaft und zurueckhaltenden Oel, bestreut mit schwarzem und weissem Sesam.
Pflaumenchutney, wozu ich Pflaumen mit ganz kleingeschnetzelten Moehren, Kokosnuss (hauchduenn geschnitten und angeroestet), Ingwer, Zwiebel, Chilli und Cumin weichkoche und vielleicht ganz am Ende noch etwas frischen Koriander dazutu. Etwas Saures noch, falls die Pflaumen zu suess sind, Balsamico, Limette oder Zitrone. Wenn Limette dann auf jeden Fall Koriander. Das ganze hat wahrscheinlich einen so komplizierten Geschmack, dass ich das zu einem schlichten weissen Reis und geduenstetem oder pfannengeruehrtem Gemuese essen will, das noch knackt und in dem entweder Stangenselerie oder Fenchel eine wichtige Rolle spielen.
A propos Fenchel: Fenchel und Zwiebeln (etwa doppelt so viel Fenchel wie Zwiebel) in feine Scheiben geschnitten und mit Oel, Zitronensaft, koernigem Senf und ganz wenig Honig verwirbeln und im Ofen so lange backen, bis die Ecken und Kanten dunkelbraun sind aber noch nicht schwarz. Vor dem servieren mit Fenchelgruen, frischem schwarzem Pfeffer und zerbroeckeltem Feta bestreuen. Mit guten Pellkartoffeln oder Brot.
Eine grosse Schuessel Salat mit bitteren Blaettern und suess-sauren Fruechten. Dazu gegrillter Ziegenkaese auf Brot.
Ein warmer Salat aus Radiccio, die ganze Kugel in sechzehntel oder so geschnitten, die jeweils am Strunk noch zusammenhaengen. In Olivenoel oder Butter oder beidem angebraten, mit ein bisschen Zitrone betraeufelt und mit grobem Meersalz und gehobeltem Parmesan bestreut. Vielleicht ein paar ganze Kirschtomaten ebenfalls angebraten, bis die Schale braune Flecken hat und auf der ganzen Pracht verteilt. Dazu getoastetes feines Roggenbrot mit gesalzener Butter und Petersilie.
Frischer Rotkohl sehr fein geschnitten und in einer Pfanne rumgeruehrt, Mandeln und recht fein geschnittene weiche getrocknete Aprikosen dazu und mit Apfelsaft oder Cidre abloeschen und ein Bisschen einkochen. Vielleicht mit Nelke, aber nur einer ganz leisen Ahnung...
Kichererbsen in einer indisch angehauchten Tomatensauce, in der ich alles Gemuese verstecke, das noch in der Kueche rumliegt, inclusive ein oder zwei olle Kartoffeln, alles freundlich weich gekocht und ein ganz kleines Bisschen scharf, mit frischem Chappatti-Brot mit den Fingern zu essen.
Zum Nachtisch einen Pflaumenkuchen mit ganz duennem knusprigem Hefeteigboden und sehr sauren Pflaumen, dazu recht suesse Schlagsahne und guten altmodischen Filterkaffee mit Kaffeesahne wie bei OmmaausGeich.
Oder einen Kuchen, der unten anfaengt mit einem schlichten Muerbeteigtaler als Boden, mit schwarzer Schokolade bestrichen, darauf einen Huegel aus Vanillecreme und aufrecht in die Creme gestellt einen Wald von selbstgepflueckten Brombeeren.
(Das PS zu diesem Blog war mein Ueberfall auf einen Bio-Laden an meinem ersten Morgen in Washington. Danach hatte ich Haengearme wie ein Affe - von den schweren Taschen - und war 80 Dollar aermer...)
Dienstag, Oktober 09, 2007
Kein Bock mehr auf heimatlos
Morgen endlich werde ich in das Haus mit den zwei schuechternen Katzen, dem Gemuesegarten und dem besten Freund (der Mitbewohnerin) im Nachbarhaus ziehn. Und ich weiss, dass ich mich fuer dieses Haus entschieden hab, weil Tiere, Garten und bester Freund von so einem Vertrauen in die eigene Haeuslichkeit sprechen und das beruehrt meine Sehnsucht...
Montag, Oktober 08, 2007
Tengo gana
Zu stur zum Aussterben
Chile geht so:
Samstag, Oktober 06, 2007
Friedlich
So n Gefuehl
Alles tanzt
Wie im Film.
Nicht wie in einem kitschigen Hollywood Film sondern wie in einem Dokumentarfilm, was natuerlich keinen Sinn macht, denn dann koennte ich natuerlich genausogut sagen: Wie in Wirklichkeit...
Alle waren da, in diesem schlichten niedrigen Raum an dem nichts besonders ist, ausser dem Boden und der Musik: Maedchen und Jungs im Kaputzenpulli, junge geschmeidige Schoenheiten in weichfallenden knielangen Kleidchen (meist im Arm eines mittelalten Herrn), lebenslange pummelige Paare, die so vertraut miteinander tanzen, als waeren sie eins und nicht zwei, ein verliebtes Paar, das nicht tanzen kann, es aber trotzdem mit viel Vergnuegen tut. Und weil nicht jeder alles perfekt tanzte, erlaubte ich mir auch, mich vom Eintaenzer, vom Friseur und vom Juengelchen ueber die Tanzflaeche schieben zu lassen und fuer einen Moment zu vergessen, dass alle mir beim Stolpern zusehn...
Freitag, Oktober 05, 2007
Da kommt Bewegung in traege Materie
Aber! Auf los geht´s los! Dieses Wochenende wird genug Freizeit gestaltet fuer drei Wochen und das meiste davon hab ich einer Frau zu verdanken, die ich erst eine halbe Stunde kenne und die mir nichts schuldet: Die Tangotante!
Ich sitze im Zug nach Santiago, wo wir morgens unser letztes Interview machen werden. Heute nachmittag Stadtbummel, danach treff ich Soledad, die mich abends in ein Tango-Lokal ausfuehren wird (vor! meinem Treffen mit dem tanzenden Friseur), dann werde ich bei ihr uebernachten, Samstag morgen eine Weinbergfuehrung machen, dann vegetarisch (juhuu) zu Mittag essen, Tangostunde, dann wird sie mich in den Bus nach Chillan setzen, wo andere Kollegen auf mich warten, um mit mir auszugehn und am Sonntag eine Tour in´s Gruene zu machen. Danach brauch ich erstmal n Wochenende...
Das ist ja an sich nicht ungewoehnlich. Schliesslich bin ich unwiderstehlich und ausserdem ist Isch liebe Disch der eine deutsche Satz den jeder kann.
Nachdem ich freundlich zu Ende gelacht hatte, waren wir einen Moment still und dann fragte er mich auf Spanisch: ¨Was heisst das eigentlich?¨
Als ich ihm das uebersetzte, war es ihm so peinlich, dass es schon suess war und ich sehr versucht war, zu gestehen: Isch liebe Disch auch!
Donnerstag, Oktober 04, 2007
Vorfruehlingsfreude
Superschlau hilft nicht
Gestern haben wir zwei Interviews gemacht. Einmal mit einer Gruppe von Bauernvertretern und einmal mit Gesetzesexperten vom Landwirtschaftsministerium. Die Frage drehte sich darum, wer die Aenderung des Bewaesserungsgesetzes wie beeinflusst. Waehrend die Bauern das Roessel einspannen, sitzen unsere Ministeriumsherren in Gesetzesverhandlungen, also ist klar, wer uns mehr dazu sagen kann.
Jaaa. Denkste. Von den schlauen Herren haben wir vor allem gelernt, dass man das so oder so sehen kann, dass es wirklich drauf ankommt ob und eigentlich je nach Standpunkt auch genau andersrum sein kann, ausserdem sind sie natuerlich bei allem, was ausserhalb ihres Bueros passiert, auf Vermutungen angewiesen und dazu wollen sie sich lieber nicht hinreissen lassen.
Die Bauern dagegen haben uns den Gesetzgebungsprozess und die politischen Einfluesse praegnant schlicht und einfach aufgemalt, hatten hitzige Debatten darueber, wer denn nun am einflussreichtsten ist und fertig war der Kuchen.
Als der Tag vorbei war und wir erschoepft auf dem Ministerium stolperten, haben Carlos (mein Kollege und Uebersetzer) und ich erst mal laut gelacht, denn natuerlich sind wir als Forscher noch viel schlimmer als diese Beamten und kommen monatelang nicht in die Poette, waehrend die Bauern die Welt regieren und permanent pragmatisch und voller Selbstvertrauen Entscheidungen treffen und durchboxen.
Montag, Oktober 01, 2007
Selber schuld
Sonntag, September 30, 2007
Kulturentzug
Fuer meine Ghanaischen Freunde hab ich ein ausgepraegtes Beduerfnis, allein zu sein. Mary wunderte sich immer, dass ich lieber meine Buecher las, als mich den ganzen Nachmittag mit ihr unterhielt. Aber nach einem sprachlosen Wochenende umgeben von Chilenen, sehne ich mich nach meinen Ghanaern und erinner mich daran, wie ich in jeglicher Laune mein Haus verlassen und die fuenf Minuten zum Markt gehen konnte. Wenn ich da ankam, war die Laune verschwunden und ich voller Laecheln, weil ich so viele Leute auf dem Weg freundlich gruessen musste, dass ich mich am Ende genau so freundlich fuehlte. An den Sprachkenntnissen kanns nicht liegen, denn mein Frafra war definitiv eingeschraenkter als mein Spanisch.
Samstag, September 29, 2007
Limo
Die Geschichte fing im Jahr 2000 an, als die 4 jaehrige Krebspatientin Alexandra Scott eines Morgens sagte: "Ich werde einen Limo Stand im Garten machen und Geld sammeln, damit meine Aerzte eine Medizin fuer Krebs finden koennen."
Als Alexandra 2004 starb hatte die Organisation "Alex´s Lemonade Stand", die sie gemeinsam mit ihren Eltern gruendete, ueber 1 Million Dollar fuer Krebsforschung gesammelt, inzwischen sind es ueber 12 Millionen. Und das Konzept ist immer noch ganz einfach, ueberall in Amerika machen Kinder (und andere) Limonadenstaende, wo sie Limo gegen Spende ausgeben. Und die 50 oder 1000 Dollar, die sie einnehmen, geben sie an Alex´s. Das ist alles.
Mehr Details (fuer die, die Englisch lesen): http://www.alexslemonade.org/
Mir gäbet nix?!
Nun bin ich auf der anderen Seite der Welt und kann nicht nach Pwalugu oder Sandema gehn und mit Eimerchen die Ueberschwemmung wegschaufeln (ok, das koennte ich auch nicht, wenn ich vor Ort waere, das muss ich ohnehin dem Fluss ueberlassen). Und da hat sich plötzlich etwas in meinem Kopf umgedreht und mir wurde klar: Das, was ich im Moment am besten tun kann, um zu helfen, ist spenden. Viel schlichtere Menschen als ich hatten diese Erkenntnis schon frueher, verzeiht mir die Banalitaet. Aber das war frueher wirklich keine Option, die mir in den Sinn kam.
Und nachdem ich in Bolga gesehn hab, was einige Organisationen mit dem Sauerverdienten der lange strickenden alten Muetterchen aus Europa machen, bin ich natuerlich vorsichtig. Ich hab meinen Mitbewohner in Accra gefragt, der seit 14 Jahren mit Organisationen in Nordghana arbeitet. Nach seinen Empfehlungen mit Action Aid Kontakt aufgenommen. Die wollten zuerst nur allgemeine Spenden akzeptieren. Ich hab ihnen erklaert, warum mein Herz fuer Nordghana blutet, nicht fuer Nordkorea. Schliesslich haben sie eingewilligt und werden mir, sobald ich wieder in Washington bin (11. Oktober), die Spenden-Informationen schicken.
Ich habe lange gezoegert, ob ich darueber ueberhaupt schreiben soll, denn das hoert sich so klebrig nach Angeben mit dem eigenen Gutmenschentum an. Aber dann hab ich an einige von Euch gedacht, die Douglas und Mary und die Frauen, die sich auf dem Dorf um Trinkwasser pruegeln, von Anfang an kennen. Und die vielleicht auch schon die Eimer ins Handgepaeck getan haben, mit dem verzweifelten Wunsch zu helfen. Und die keinen besten Freund in Accra haben, den sie fragen koennen, wem sie trauen sollen.
Also, schaut in Eure Kleingeldkasse, auf Eure Konten, in die Taschen Eurer reichen Freunde und seht, ob Ihr etwas findet. Sobald ich die Informationen hab, werde ich sie bloggen.
Geh mir wech mit ensaladito
Wenn ich sage, ich haette gerne etwas Vegetarisches, zoegern sie eine Sekunde, dann laecheln sie breit und sagen: "Aah! Un saladito!" (Aah! Ein Salätschen!) Mein Kollege an der Uni ist besonders hilfsbereit und sagt: "Wenn Du im Hotel mal nett fragst, können die Dir bestimmt auch nen Obstsalat machen."
Schliesslich hab ich meiner Hotelküchenfee in Kinderspanisch erklärt, dass ich nicht satt werde (mäh!) wenn ich nur über Gräbelein springe und nach Gräselein Ausschau halte. Und ihre Antwort auf meine Bestellung hat mich dann mit den unmodernen Zeiten hier 100% versöhnt: "Kartoffelpurree dauert aber laenger, da muessen wir ja erst die Kartoffeln kochen." Juhuu, sie haben noch immer nicht gelernt, von Pfanni Tapetenkleister in Tüten anzurühren und zahlenden Gästen anstelle von echtem Essen vorzusetzen.
Freitag, September 28, 2007
Knutschen fuer alle
Hier in Chile dagegen liegen Paare auf dem kleinen Stueckchen Wiese auf dem zentralen Platz aufeinander und stecken sich liebevoll die Zunge in den Hals. Sie laufen so eng umarmt durch die Stadt, dass es aussieht wie Dreibeinlauf beim Kindergeburtstag. A propos Kindergeburtstag, die meisten dieser sehr oeffentlich schnabulierenden Paerchen waeren meiner Meinung nach beim Kindergeburtstag besser aufgehoben. Womit ich nun wohl ganz offiziell in die Kategorie: Aahl Schruut falle. Und an die aeltere Dame (hochdeutsch verfreundlichte Ueberstetzung vorstehenden Dialektausdruckes) denken muss, die mir damals (ich war 20 und ging Arm in Arm mit dem sehr grossen T.) nachrief: "So klein und schon'n Freund!"
Also lach ich und erinner mich der alten rheinischen Weisheit:
Man muss och joenne koenne.
Superlearning
Eine Seite lesen dauert etwa eine halbe Stunde, da ich jedes zweite Wort nachschaun muss und wenn ich unten angekommen bin, weiss ich schon nicht mehr, wie die Seite anfing, aber mein Lerneffekt ist immens und mit jeder weiteren Seite lerne ich neue nuetzliche Vokabeln, die ich in meiner Forschung sicherlich anwenden kann. Ob ich das auch sollte, ist eine andere Frage... Wo passen in meine Netzwerkanalyse der Chilenischen Wasserpolitik die spanischen Worte fuer "der seidige Flaum auf ihren Schenkeln" oder "die Bruestchen, die aus ihrer Bluse explodieren" (und wie ekelhaft ist das sowieso, also Brustexplosionen, das will man sich doch gar nicht vorstellen... zu spaet).
Tango Tante
Oder: Wenn in Rosarito de Buure op de Huuzig tannz...
Ein Chilenischer Professor, der in den USA wohnt, kam zusammen mit mir in Chile an und wir wurden von einem gemeinsamen Kollegen abgeholt. Auf dem Weg nach Talca zeigte der Prof: „Und da hinten ist der Bauernhof meiner aelternen Schwester, sie hat Pferde, baut Wein an, macht Schokolade und tanzt Tango.“ Nach einer kurzen Pause nahm er sein Handy und rief sie an: „Ist der Kaffee fertig? In zehn Minuten sind wir bei Dir und bringen noch eine mit.“
Und tatsaechlich, auf dem Weg zu ihrem Bauernhaus sahen wir Weinreben (nicht Weinberge, denn der Wein wird hier in der Talebene angebaut) und Pferde, zum Kaffee bot sie uns selbstgemachte Schokolade an, aber das ist alles langweilig.
Viel interessanter ist, dass in ihrem Wohnzimmer kaum ein Moebelstueck steht, damit genug Platz zum Tanzen ist. Jeden Samstag kommen drei befreundete Paare, der Tango-Lehrer, der unter der Woche Friseur ist, reist aus Santiago an und das Haus summt vor Leidenschaft. Das hab ich natuerlich noch nicht gesehn, aber allein wie ihre Augen strahlen, wenn sie davon erzaehlt, das reicht, um zu wissen: Eine Suechtige. Die aussieht, wie eine ganz normale etwas pummelige Frau irgendwo in den spaeten 50ern, fruehen 60ern, mit grauen kurzen Haaren und im Morgenmantel, weil ihr Bruder so kurzfristig anrief. Aber wenn sie vom Tanzen redet, strahlt sie, als haette man ein Licht in ihr angeknipst und wird wunderschoen.
Nachdem wir etwa fuenf Minuten gemeinsam geschwaermt haben, sie mit jahrelanger Erfahrung und ich eher aus dem Stehgreif, fragt sie: „Wie lange bist Du hier? Was machst Du an den Wochenenden?“ Dieses Wochenende tanzt sie mit ihrem Mann auf einer Hochzeit vor, aber wie waer’s denn mit dem Samstag danach? Tanzschuhe kann sie fuer mich borgen und dann wird mich der Friseur mal so richtig eintanzen. Englisch kann der nicht, aber weder beim Haare Schneiden, noch beim Tanzen muss man viel reden.
Dienstag, September 25, 2007
und wieder los
Boetchen fahren
Nichts denken, ganz Sein. Das ist das Tollste an Abenteuern. Und deshalb ist die Wildwasserschlauchbootfahrt auf einem der 5 tollsten Wildwasserfluesse der Welt (laut National Geographic) ihr Geld auf jeden Fall wert. Und wenn mir heute jeder Muskel meines armen geschundenen Koerpers weh tut und ich mich bewege, wie eine alte Frau, dann erinnert mich das nur an das absolute Glueck, ein funktionnierender Koerper im Strom des Lebens zu sein. In einer ruhigen engen Schlucht ins kalte Wasser springen und sich – von der Schwimmweste getragen – einfach treiben lassen, in den Stromschnellen genau den gebruellten Befehlen des Bootsfuehrers folgen, „Vorwaerts! Stop! Vorwaerts! Nach links! Stop! Runter!“ und stolz sein, dass wir vier Stunden fahren, ohne dass uns jemals einer aus dem Boot faellt. Was uns natuerlich nicht davon abhaelt, bis auf die Haut nass zu werden. Besonders das Kommando „Runter“ kuendigt eine ordentliche Dusche an, man duckt sich in die Mitte des Bootes, krallt sich mit Haenden und Fuessen fest, waehrend das Boot rumspringt und einem die Welle ueber dem Kopf zusammenschlaegt... Auf den ruhigeren Strecken Voegel und Riesenschmetterlinge im vorbeigleitenden Regenwald beobachten. Sich von der Sonne trocknen lassen. Unsere Mittagspause wird von zwei scheuen kleinen Indio-Kindern beobachtet, die am Ende versunken unterm Baum sitzen und ihren Sandwich verschlingen.
Ganz besonders beeindruckt hat mich Mary Lu, eine Amerikanerin, die sich diese Reise selbst zum 60sten Geburtstag geschenkt hatte. Aber eine Dame, die die letzten 20 Jahre in Asien verbracht hat und unter anderem den ersten BWL Studiengang in Kambodscha eingerichtet hat, ist wohl ohnehin nicht mit normalen Massstaeben zu messen. Sie sagt, dass eine ihrer besten Freundinnen in Washington lebt und ich soll mich da mal melden. Ich bin gespannt.
(P.s.: Fuer alle Muetter, die das lesen und sich gruseln: Das war natuerlich alles halb so gefaehrlich wie es aussah, und wir waren mit Helm, Schwimmweste, Rettungkanu und erfahrenen Bootsfuehrern, die jaehrlich tausende von Touristen diesen Fluss runterfuehren, fast so sicher wie in Abrahams Schoß)
